Interview: „Notrufzentrale muss richtig entscheiden“

Haus­notruf Test

Verena Querling. Die Juristin berät zu Pflege­dienst­leistungen bei der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen.

Ein Gerichts­urteil machte 2017 publik, dass ein Haus­notrufdienst einen medizi­nischen Notfall nicht erkannte. Verbraucherschützerin Verena Querling sagt, ob das ein Grund zur Sorge ist.

Kommen solche Fälle oft vor?

Nein, das ist mir nicht bekannt. Wir haben aber viele Anfragen von verunsicherten Verbrauchern. Wichtig ist: Die Leute, die die Notrufe entgegen­nehmen, müssen vernünftig geschult sein. Nur dann können sie – unter Berück­sichtigung bekannter Erkrankungen des Notrufenden – entscheiden, welche Hilfe richtig und notwendig ist.

Wie sind die Mitarbeiter in den Notrufzentralen ausgebildet?

Sie bekommen mindestens eine intensive Schulung, um einen medizi­nischen Notfall am Telefon erkennen zu können. Oft sind die Mitarbeiter auch medizi­nisch oder pflegerisch vorgebildet – etwa als Rettungs­sanitäter.

Ist im Notfall also Verlass auf Haus­notrufe?

Ich habe keinen Zweifel daran. Es ist eine wichtige Komponente, um allein zu Hause sicher leben zu können, wenn man etwa gesundheitlich einge­schränkt ist, aber nicht permanent Hilfe braucht.

Wohin können sich Kunden mit Fragen zum Vertrag wenden?

Sie können ihn etwa bei einer Verbraucherzentrale prüfen lassen.

Was kann man tun, wenn er unwirk­same Klauseln enthält?

Verbraucher sollten den Haus­notrufdienst darauf hinweisen und versuchen ihn dazu zu bringen, die entsprechenden Klauseln zu verändern. Klappt das nicht, ist es über­legens­wert, sich einen anderen Anbieter zu suchen.

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TestHaus­notruf23.08.2018
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