Hausmodernisierung Test

Isolierglasfenster, ein moderner Brennwertkessel oder ein neues Dach - im eigenen Haus gibt es fast immer etwas, das ersetzt oder repariert werden muss. Hausbesitzer können durch die Modernisierung aber nicht nur den Wert ihrer Immobilie steigern. Wer energiesparend saniert oder umbaut, spart langfristig auch bei den Heizkosten. Die günstigsten Kredite gibts bei der bundeseigenen KfW-Förderbank. Durch die derzeit niedrigen Zinsen bieten aber auch viele Banken günstige Kredite an. Finanztest stellt die Förderprogramme der KfW-Bank vor und sagt, bei welchen Banken Hausbesitzer ebenfalls günstige Kredite bekommen.

Standard und Ökoplus

Die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat verschiedene Programme, von denen Hausbesitzer profitieren können. Das im Januar 2005 neu aufgelegte Programm „Wohnraum Modernisieren“ deckt fast alle gängigen Maßnahmen zur Instandhaltung und Modernisierung. Die KfW finanziert die gesamten Investitionskosten bis zu einer Summe von 100 000 Euro pro Wohnung. Das Programm unterscheidet zwischen Standard- und Ökoplusmaßnahmen. Zur Standardversion gehören etwa Reparaturen an Dach und Fassade oder der Einbau eines neuen Bades. Unter Ökoplus fallen alle Baumaßnahmen zur Wärmedämmung und umweltfreundlichen Erneuerung der Heizanlage. Wichtig: Je höher der Anteil von Ökoplusmaßnahmen an den Gesamtkosten, desto niedriger ist der Zinssatz des Kredits.

Noch günstiger

Noch günstiger sind Kredite im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Eigentümer von Häusern, die vor 1979 fertig gestellt wurden, erhalten einen Kredit von bis zu 250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bedingung: Sie investieren umfassend in Energie sparende Maßnahmen. Dazu zählen etwa eine Kombination aus Heizungsmodernisierung, Wärmedämmung und Fensteraustausch. Zum Zeitpunkt der Untersuchung lag der Effektivzins des Programms für Kredite mit zehn Jahren Zinsbindung zwischen 1,96 und 2,17 Prozent. Zusätzlich erlässt die KfW 15 Prozent der Schulden, wenn das modernisierte Haus die für Neubauten geltenden Werte der Energieeinsparverordnung einhält. Neben den umfangreichen Maßnahmen fördert das Programm aber auch den Austausch von einzelnen Öfen oder alten Heizkesseln durch umweltfreundliche Geräte.

Nur über die Hausbank

Wer einen KfW-Kredit beantragen möchte, kann dies nur über ein Kreditinstitut tun. Es ist nicht möglich, die Fördermittel bei der Kreditanstalt selbst zu beantragen. Allerdings: Banken sind nicht verpflichtet, ein Förderdarlehen zu vermitteln. Zudem haften sie gegenüber der KfW für die Rückzahlung des Kredits. Daher prüfen die Banken Bonität des Kunden und den Wert der als Sicherheit dienenden Immobilie nach den gleichen Maßstäben, die sie bei den hauseigenen Krediten ansetzen. Als Faustregel gilt: Übersteigt der KfW-Kredit zusammen mit den noch auf dem Haus liegenden Schulden 80 Prozent des Immobilienwerts, ist es meist schwierig eine Bank zu finden, die einen KfW-Kredit vermittelt.

Darlehen von der Bank

Für den Bau einer Sauna oder eines eigenen Kamins können Hausbesitzer nicht mit einem KfW-Kredit kalkulieren. Solche Projekte lehnt die Förderbank ab. Diese Baumaßnahmen können daher nur mit herkömmlichen Krediten finanziert werden. Bei einigen günstigen Banken müssen Hausbesitzer aber nicht viel mehr zahlen als bei der KfW. Mitunter zahlen sie sogar etwas weniger. Auch Angebote von Bausparkassen können eine Alternative sein. Derzeit günstige Angebote zeigt der Testkompass.

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