Hausmittel bei Erkältungen

Grippaler Infekt oder Grippe?

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Inhalt
  1. Überblick
  2. Tabelle: Grippaler Infekt oder Grippe?
  3. Rezepte für Erkältungstees

Grippaler Infekt (Erkältung)

Influenza (Grippe)

Auslöser

Viren:
Rhino-, Adeno- oder Coxsackieviren
Bakterielle Infektionen sind selten.

Influenzaviren:
Influenza-A-Viren, Influenza-B- und C-Viren.

Dauer

Akutphase:
3 bis 5 Tage
Insgesamt:
10 bis 14 Tage

Akutphase:
4 Tage bis 2 Wochen
Erholungsphase kann mehrere Wochen dauern.

Anzeichen

  • Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, selten Fieber, allgemeines Unwohlsein
  • Erschöpfung hält sich in Grenzen
  • Erwachsene: Erkältung kann auf die Nasennebenhöhlen schlagen
  • Kinder: oft sind Rachen- und Gaumenmandeln sowie Mittelohren betroffen
  • Plötzliches, hohes Fieber (38 bis 39 Grad), extremes Erschöpfungsgefühl, Schüttelfrost
  • Kopf, Glieder und Muskeln schmerzen
  • Sehr, trockener und schmerzhafter Hals
  • heftiger Husten, verstopfte Nase
  • Augen tränen, brennen, sind gerötet und lichtempfindlich

Behandlung

  • Zunächst eindeutig identifizieren: Andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen sind auszuschließen
  • Selbstbehandlung mit Hustensaft, Schnupfenmitteln, Kräutertees und Kräuterbädern
  • Gegen die seltenen bakteriellen Folgeinfektionen können ärztlich verschriebene Antibiotika helfen

Wichtig: Bei Grippeverdacht keine Selbstmedikation!

  • Arztbesuch ist zwingend erforderlich, nicht selbst behandeln!
  • Neuramidasehemmer Zanamivir
    (Handelsname Relenza®):
    - ist zur Grippebehandlung, nicht zur Prophylaxe zugelassen
    - Seine Wirksamkeit ist belegt: Einem Placebo ist das Mittel allerdings nicht sehr überlegen.
    - Nach einer Studie sollen sich Grippesymptome um 1,5 Tage früher verflüchtigen als ohne.
    - Problematisch: Die exakte Diagnose einer Influenza muss gleich zu Beginn gestellt werden.
    - Behandlung sollte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome beginnen.

Impfung

Gegen die zahlreichen Viren, die grippale Infekte verursachen, gibt es noch keine passenden Impfstoffe.

  • Ältere und chronisch Kranke, Personen mit viel Kontakt zu anderen
  • Die allgemein gut verträgliche Impfung kann zu rund 60 bis 80 Prozent vor Infektionen schützen.
  • Impfung muss jährlich erneuert werden
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