Käufer einer Immobilie können bei Mängeln wie Haus­schwamm nicht grenzenlos Schaden­ersatz bean­spruchen. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden. Verkäufer müssten vor unver­hält­nismäßig hohen Forderungen geschützt werden (Az. V ZR 275/12). Unver­hält­nismäßig können Ansprüche zum Beispiel dann sein, wenn jemand mehr fordert als die Immobilie ohne Mängel wert ist. Die Forderung darf außerdem nicht allzu weit über der Wert­minderung liegen. Ist der Betrag zum Beispiel doppelt so hoch, kann das zu viel sein. In dem Fall beim BGH kaufte die Klägerin ein Grund­stück mit Haus und stellte nach der Über­gabe fest, dass das Gebäude mit Haus­schwamm befallen war. Die Immobilie kostete damals 260 000 Euro und hat heute laut Gericht mit Mängeln rund 500 000 Euro Verkehrs­wert. Mangelfrei sind es mindestens 600 000 Euro. Die jetzige Eigentümerin fordert vom Verkäufer über 630 000 Euro Schaden­ersatz. Das findet der BGH bedenk­lich und verweist das Verfahren zur Klärung ans Kammerge­richt zurück.

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