Haus­halts­nahe Dienst­leistungen Kosten für Haus­notruf abzugs­fähig

Die Kosten für einen Haus­notrufdienst verringern als haus­halts­nahe Dienst­leistung die Steuerschuld. Das entschied jetzt der Bundes­finanzhof in einem aktuellen Urteil (BFH, Az. VI R 18/14).

Geklagt hatte ein Ruhe­ständler, der im Rahmen des Betreuten Wohnens in einer Seniorenresidenz lebt. Neben der Miete zahlt er eine Betreuungs­pauschale, die Kosten für ein Notrufsystem enthält. Damit kann er per Knopf­druck rund um die Uhr Hilfe rufen. In seiner Steuererklärung machte er neben den Aufwendungen für Reinigung und Hausmeister die Kosten für den Notruf geltend. Das Finanz­amt erkannte Hausmeister- und Reinigungs­kosten an, strich aber die Kosten für den Notrufdienst.

Der Bundes­finanzhof gab jetzt dem Ruhe­ständler recht. Begründung: Bei dem Notrufsystem handele es sich um eine haus­halts­nahe Dienst­leistung. Durch die Rufbereitschaft werde sicher­gestellt, dass ein Bewohner im Bedarfs­fall Hilfe rufen kann. Eine solche Rufbereitschaft leisten sonst typischer­weise in einem Haushalt zusammenlebende Familien- oder sons­tige Haus­halts­angehörige und stellen so sicher, dass kranke oder alte Menschen Hilfe erhalten.

Mehr zum Thema

  • Steuererklärung 2019 Diese Posten bringen Ihnen viel Geld zurück

    - Es ist Zeit, sich Geld vom Finanz­amt zurück­zuholen. Am meisten bekommt, wer jetzt alle Ausgaben geschickt abrechnet. Die Steuer­experten der Stiftung Warentest sagen,...

  • Steuererklärung 2020 Abrechnen in Corona-Zeiten – so gehts

    - Als Folge der Corona-Pandemie müssen Angestellte, Familien, Rentne­rinnen und Rentner beim Ausfüllen der Steuererklärung 2020 einige Besonderheiten beachten.

  • Pflege- und Heim­kosten Nur eigene Heim­unterbringung zählt

    - Kosten für die Unterbringung in einem Heim oder für dauernde Pflege können die Einkommensteuer senken. Absetz­bar sind aber nur Ausgaben, die für die eigene Pflege oder...