Haus­halts­nahe Dienst­leistungen Meldung

Besitzer von Haustieren können jetzt für ihre Lieblinge Betreuungs­kosten absetzen. Die Versorgung eines Haustieres durch einen externen Anbieter ist eine haus­halts­nahe Dienst­leistung, wenn sie eine hinreichende Nähe zur Haus­halts­führung aufweist, urteilte der Bundes­finanzhof (BFH, Az. VI R 13/15).

Der Fall

Die Kläger haben ihre Katze zuhause von einer Tier- und Wohnungs­betreuerin versorgen lassen, während sie im Urlaub waren. Für die Kosten von 302,90 Euro gewährte ihnen das Finanz­amt nicht die Steuerermäßigung für Haus­halts­hilfen von 61 Euro (20 Prozent).

Bundes­finanzhof entscheidet zugunsten des Steuerzah­lers

Das hat der Bundes­finanzhof, wie schon das Finanzge­richt Düssel­dorf, anders entschieden: Die Steuerermäßigung sei zu gewähren; Füttern, Fell­pflege und Ausführen des Tieres fallen regel­mäßig an und werden typischer­weise durch Haus­halts­angehörige erledigt. Für Haus­halts­hilfen erkennt der Fiskus bis zu 20 000 Euro im Jahr an, die maximale Steuerersparnis beträgt 4 000 Euro.

Tipp: Lehnt das Finanz­amt Ihre Kosten ab, legen Sie binnen eines Monats Einspruch ein und verweisen auf das Urteil.

Steuer­änderungen 2016

2016 gibt es mehr Geld vom Staat: Der Grund­frei­betrag steigt, die kalte Progression wird abge­baut und das Kinder­geld erhöht. Was sich alles ändert, und wie Sie als Arbeitnehmer mit clever gewählten Steuerklassen oder einge­tragenen Frei­beträgen mehr Netto bekommen können, fassen wir in unserem Special Steueränderungen 2016 zusammen.

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