Haushaltsnahe Dienste Meldung

Malert ein Fachmann die Wohnung, gibt es für den Malerlohn eine ­Steuerermäßigung.

Die Steuerermäßigung für haushalts­nahe Dienstleistungen gilt nicht für grundlegende Renovierungsarbeiten sowie Aus- und Umbauten im privaten Haushalt (Az. 4 K 2030/04, nicht rechtskräftig). Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz und gab dem Finanzamt Recht.

Ein Steuerzahler hatte in seiner Wohnung die Türen für rund 7 000 Euro auswechseln und sein Bad für 23 500 Euro komplett neu sanieren lassen. Für die in den Rechnungen enthaltenen ­einfachen Renovierungs-, Demontage- und Reinigungsarbeiten im Wert von mehr als 3 000 Euro begehrte er 600 ­Euro Abzug von seiner Steuerschuld (20 Prozent von 3 000 Euro).

Doch dafür gibt es keinen Abzug. Begünstigt seien nur die einzelnen Aus­besserungsarbeiten oder Schönheitsre­paraturen, die regelmäßig im Haushalt anfallen, begründen die Richter. Dazu gehört zum Beispiel das Malern der Wohnung durch Fachleute.

Dafür darf der Auftraggeber 20 Prozent der Handwerkerrechnung ohne Materialkosten in der Steuererklärung geltend machen, maximal bis zu 600 Euro im Jahr. Für Arbeiten, die nur Fachleute erledigen dürfen, wie die Wartung der Heizung, gilt der Abzug nicht.

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