Haushaltsnahe Dienste Meldung

Am Stundenlohn für den Maler ­beteiligt sich das Finanzamt – nicht aber an den Materialkosten.

Lassen Mieter ihre Wohnung auf eigene Kosten renovieren, erstattet ihnen das Finanzamt über eine Steuerermäßigung 20 Prozent der Handwerkerkosten (ohne Materialkosten) – allerdings höchstens bis zu 600 Euro im Jahr. Was Mieter im Einzelnen ansetzen können, erläutert die Oberfinanzdirektion Hannover (S 2296b – 2 – StO 211):

Schönheitsreparaturen: Abzugsfähig sind Ausgaben fürs Tapezieren, Streichen und Kalken der Wände, Streichen von Fußböden, Heizkörpern und Heizungsrohren, Innentüren sowie Fenstern und Außentüren von innen und fürs Entfernen von Wand- und Deckenrissen. Zudem zählen das Reinigen des Teppichbodens oder die Ausbesserung des Parkettbodens – nicht aber ihre Erneuerung.

Kleine Instandhaltungen und Ausbesserungsarbeiten: Mieter können auch kleine Reparaturen abrechnen, zu denen sie laut II. Berechnungsverordnung verpflichtet sind. Dazu gehört zum Beispiel eine kleine Reparatur der Heizung, nicht aber deren Wartung. Begüns­tigen will das Finanzamt aber nur Reparaturen, die nicht mehr als 150 Euro kosten.

Tipp: Als Nachweis fürs Finanzamt müssen Sie den Rechnungsbetrag aufs Konto des Handwerkers überweisen. Bargeschäfte mit und ohne Rechnung sind nicht begünstigt.

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