Haushaltsfreibeträge Meldung

Die Regierung will die Haushaltsfreibeträge für Alleinerziehende nicht mehr ganz so rigoros plündern. Es bleibt zwar dabei, dass sie bis 2005 stufenweise auf null sinken. Bis dahin soll jedoch jede allein stehende Mutter und jeder allein stehende Vater mit Kindern im Haushalt den Haushaltsfreibetrag von in diesem Jahr 2 340 Euro bekommen. Die Finanzämter sollen auch wieder überall die günstige Steuerklasse II in die Lohnsteuerkarte eintragen. Die rot-grüne Koalition will das Gesetz zur neuen Familienförderung rückwirkend zum 1. Januar ändern.

Kommt es dazu, bekommen den Haushaltsfreibetrag nicht nur Alleinstehende, die bereits vor 2002 Anspruch darauf hatten, sondern auch:

  • allein stehende Mütter, die nach 2001 ein Kind bekommen;
  • Mütter und Väter, die sich nach 2000 trennen oder getrennt haben;
  • Mütter oder Väter, die 2001 kein Kindergeld und damit auch keinen Haushaltsfreibetrag bekommen haben, weil Kinder über 18 zu hohe Einkünfte und Bezüge hatten – wenn diese wieder unter die für das Kindergeld kritische Grenze sinken;
  • Alleinstehende, deren Kind erst nach dem 1. Januar 2001 vom Vater oder von der Mutter zu ihnen gezogen ist und erst danach in ihrer Wohnung angemeldet wurde;
  • Mütter, die mit dem Vater ihres Kindes zusammenleben oder gelebt haben, den Haushaltsfreibetrag auf diesen übertragen haben und ihn jetzt zurückhaben wollen;
  • Mütter oder Väter, deren Ehepartner nach 1999 gestorben ist.

Die von der Regierung geplante Gesetzesänderung muss aber noch den Bundesrat passieren. Erst wenn er zugestimmt hat, ist sie endgültig in trockenen Tüchern.

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