Zahlt ein Mitglied einer Eigentümergemeinschaft das Wohngeld nicht, dürfen die Miteigentümer nicht Wasser, Strom und Gas abdrehen, wenn die Wohnung vermietet ist. Das hat das Kammergericht Berlin entschieden (Az. 8 U 208/05).

Die Eigentümergemeinschaft hat auch keinen Anspruch darauf, dass der Mieter für den säumigen Eigentümer einspringt. Die anderen Eigentümer können lediglich gegen den säumigen Zahler vor Gericht ziehen, um ihn zum Bezahlen zu zwingen.

Anders liegt der Fall, wenn der Eigentümer selbst in der Wohnung lebt. Dann können sich die übrigen Miteigentümer mithilfe des Amtsgerichts Zugang zur Wohnung verschaffen, um die dortigen Versorgungsanlagen stillzulegen.

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