Haus­eigentümer müssen ihre alten Wärmedämm­platten seit 1. Oktober als Sondermüll entsorgen. Eine in deutsches Recht umge­setzte EU-Verordnung sieht vor, dass das seit vielen Jahren zur Wärmedämmung an Häusern einge­setzte Poly­styrol, besser bekannt als Styropor, nun in vielen Fällen als gefähr­licher Abfall einge­stuft wird. Und zwar dann, wenn die Dämmung das Flamm­schutz­mittel Hexa­bromcyclododecan (HBCD) zu mehr als 0,1 Prozent enthält.

Rüdiger Thaler von der Dach­decker-Innung Berlin: „Bis zum Jahr 2014 wurden Poly­styrol-Dämm­stoffe in der Regel mit einem höheren Anteil an HBCD verbaut.“ Entsorgt werden müssen die belasteten Dämm­stoffe in dafür zugelassenen Verbrennungs­anlagen.

Die Neuregelung könnte in Deutsch­land aber wieder kippen, wenn der Bundes­rat die Einstufung als Sondermüll zurück­nimmt. Das ist zurzeit in der Diskussion.

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