Wer ein Haus kauft und in den ersten drei Jahren mehr als 15 Prozent der Anschaffungskosten in Sanierungs- und andere Erhaltungsarbeiten steckt, bekommt oft Ärger mit dem Fiskus. Die Beamten rechnen diese Investition den Anschaffungskosten zu. Konsequenz: Die Ausgaben gelten nicht mehr als sofort und in voller Höhe abziehbare Werbungskosten, sondern sie müssen über Jahrzehnte abgeschrieben werden.

Gegen den schematischen Einsatz der 15-Prozent-Grenze wendet sich ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz: Die Richter meinen, dass Erhaltungsaufwand unabhängig von der Höhe Erhaltungsaufwand ist und dass es dabei auf den Einzelfall ankommt (Az: 3 K 1234/98).

TiPP: Legen Sie in vergleichbaren Fällen Einspruch ein (Revision des Bundesfinanzhofs, Az: IX R 73/99).

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