Checkliste: Das muss in den Vertrag

Je detaillierter der Vertrag mit dem Bauunternehmer ist, desto eher vermeiden Sie Streit und zusätzliche Kosten.

  • Umfang des Baus so genau wie möglich festlegen. Stellen Sie zum Beispiel klar, wie viele Zimmer Sie wollen, wie groß diese sein sollen und wie viele Fenster und Türen in welcher Größe an welchen Stellen sein sollen. Legen Sie auch die einzelnen Baustufen genau fest.
  • Baubeginn und Bauzeit so konkret wie möglich bestimmen, am besten einen konkreten Bauzeitplan in den Vertrag aufnehmen. Auch die Vereinbarung einer Vertragsstrafe kann der pünktlichen Fertigstellung dienen.
  • Details der zu verwendenden Materialien wie Hersteller, Fabrikate, Typen oder Farben sollten möglichst exakt sein. Formulierungen wie „handelsübliche Fabrikate“, „deutsches Markenprodukt“ und „oder gleichwertig“ programmieren Streit. Der Hinweis auf Din-Normen ist keine Garantie für den letzten Stand der Technik. Denn sie genügen oft den tatsächlichen Bedürfnissen nicht mehr.
  • Unterlagen wie Pläne, Zeichnungen und Besprechungsprotokolle sollten Bestandteil des Vertrags werden, um ihn so konkret wie möglich zu machen.
  • Kosten transparent machen. Legen Sie genau fest, welche Bauleistungen wie viel kosten und welche Leistungen im Vertrag enthalten sind. Bestimmen Sie konkret, welche Abschläge und Raten Sie nach welchen Baustufen zahlen.
  • Verjährungsfristen verhandeln. Vereinbaren Sie eine möglichst lange Frist. Versuchen Sie zum Beispiel bei Verträgen nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) die vorgesehenen vier Jahre auf fünf Jahre wie im Bürgerlichen Gesetzbuch zu verlängern.
  • Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft vom Bauunternehmer verlangen und in den Vertrag aufnehmen. Eine solche Bürgschaft holt sich der Unternehmer von seiner Bank oder einer Versicherung. Geht er während des Baus Pleite, finanziert der Bürge den Bau zu Ende. Macht er nach dem Bau Pleite, sorgt die Gewährleistungsbürgschaft dafür, dass der Bürge die Beseitigung von Mängeln oder nachträgliche Preisminderungen übernimmt.

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