Mangelhafte Bauverträge bescheren vielen Bauherren hohe Zusatzkosten und können sie sogar ruinieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nach der Überprüfung von 250 Bauverträgen.

In vielen Verträgen fehlen notwendige Leistungen, etwa die Anschlüsse für Gas, Wasser und Abwasser von der Grundstücksgrenze bis zur Hauswand. Das muss der Kunde später extra zahlen. Üblich ist es auch, kostspielige Entscheidungen etwa über Wand- und Bodenbeläge auf die Zeit nach Abschluss des Bauvertrags zu legen. Die einzelnen Bauleistungen sind zudem häufig nur vage beschrieben. Und manche Firmen räumen sich großzügige Rechte ein, die Bauausführung nachträglich zu ändern.

Beim Schall- und Wärmeschutz steht oft im Vertrag, dass Din- und andere Normen erfüllt werden. Das soll Qualität suggerieren. Meist handelt es sich aber nur um gesetzliche Mindestanforderungen, die deutlich unter dem üblichen Standard liegen können.

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