Hausarbeit

Eine Hausfrau, die Ausgaben für die Küche der Familie beim Finanzamt als Werbungskosten absetzen will, ist damit zunächst einmal gescheitert. Das Finanzgericht Düsseldorf lehnte den Abzug ab und ließ auch die Revision beim Bundesfinanzhof nicht zu. Doch die Klägerin gibt nicht auf. Sie hat Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt (BFH, Az. VI B 248/01).

Die Hausfrau hatte vor Gericht damit argumentiert, dass sie mit ihrer Hausarbeit zum Unterhalt der Familie beitrage. Die Küche sei ein Arbeitsmittel zur Erzielung der Familieneinkünfte. Das Finanzamt müsse deshalb die Ausgaben dafür als Werbungskosten anerkennen.

Dass die Tätigkeit einer Hausfrau oder eines Hausmanns im Einkommensteuergesetz nicht als Einkunftsquelle vorkommt, verstößt nach Ansicht der Klägerin gegen das Grundgesetz. Weil mehr Frauen als Männer davon betroffen sind, ist die Nichtanerkennung der Familieneinkünfte ihrer Meinung nach auch ein Verstoß gegen europäisches Recht (Artikel 141 EGV).

Tipp. Hausfrauen und Hausmänner, die mit Herd und Töpfen ebenfalls Steuern sparen wollen, können unter Hinweis auf das BFH-Aktenzeichen Einspruch gegen ihre Steuerbescheide einlegen. So bleiben sie bis zur Klärung offen. Einsprüche sind generell bis zu einem Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids möglich.

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