Haus- und Wohnungsschutzbrief der Allianz Nicht sinnvoll

18.05.2004

Angebot: Als „Pannendienst für zu Hause“ bewirbt die Allianz ihren neuen Haus- und Wohnungsschutzbrief. Mit diesem sind Kunden gegen häusliche Notfälle wie verstopfte Abflussrohre und defekte Heizungen versichert. Auch für einen Schlüsseldienst und die Betreuung von Kindern und Haustieren bei einem Unfall des Versicherten kommt die Allianz auf. Der Schutzbrief kostet bei einjähriger Vertragslaufzeit 4,86 Euro im Monat.

Vorteil: Der Versicherte kann über eine einheitliche Servicenummer rund um die Uhr Hilfe anfordern und muss sich dann um nichts weiter kümmern. Die Allianz organisiert die nötigen Dienstleister. Der Schutzbrief kann unabhängig von anderen Policen abgeschlossen werden.

Nachteil: Die Versicherung zahlt höchstens 300 Euro pro Schadensfall und insgesamt höchstens 1 000 Euro im Jahr. Ausgenommen von dieser Einschränkung sind nur die Kinderbetreuung und das Dokumentendepot. Für die einzelnen Versicherungspunkte gelten weitere Einschränkungen, so kommt die Allianz unter anderem nicht für defekte Dichtungen im ­Sanitärbereich auf. Die Kosten für Kinderbetreuung übernimmt die Versicherung längstenfalls für 48 Stunden.

Fazit: Der Schutzbrief ist zwar nicht teuer, aber wegen der starken Leistungsbegrenzungen auch nicht sinnvoll. Speziell Mietern nützt die Police praktisch nichts, denn für unverschuldete Schäden an Mietsachen muss der Vermieter aufkommen, es sei denn, laut Mietvertrag muss der Mieter Kleinreparaturen bezahlen. Für Hauseigentümer macht die Police nur Sinn, wenn sie zu bequem sind, bei entsprechenden Schadensfällen selbst nach einem günstigen Handwerker zu suchen.

18.05.2004
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