Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich

So haben wir getestet

Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich Testergebnisse für 50 Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019

Inhalt

Finanztest hat Angebote von 36 Anbietern von Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­versicherungen untersucht. Wir haben nur Tarife berück­sichtigt, die einzeln erhältlich sind. Die Tabelle nennt keine Tarife nur für Angehörige des Öffent­lichen Dienstes.

Die Beiträge gelten für Einjahres­verträge. Weitere Annahme: In den vergangenen fünf Jahren gab es keine Vorschäden.

Versicherungs­summe

Wir empfehlen nur Angebote ohne Selbst­behalt, die eine Versicherungs­summe von mindestens 10 Millionen Euro bieten (Finanztest-Minimum) und geben außerdem die höchst­mögliche Versicherungs­summe an. Die Versicherungs­summe ist der Betrag, den der Versicherer maximal pauschal für Personen-, Sach- und Vermögens­schäden bezahlt. Oft stehen mehrere Versicherungs­summen zur Auswahl.

Jahres­beitrag

Zweifamilien­haus. Beitrag für einen Jahres­vertrag für ein Zweifamilien­haus mit zwei Wohnungen mit einer Gesamt­wohn­fläche von 200 Quadrat­metern und einem Brutto­vorjahres­miet­wert von 25 000 Euro. Das Haus gehört einem einzigen Eigentümer, keiner Eigentümer­gemeinschaft.

Mehr­familien­haus. Beitrag für einen Jahres­vertrag für ein vermietetes Mehr­familien­haus mit sechs Wohnungen (keine Eigentümer­gemeinschaft) mit einer Gesamt­wohn­fläche von 480 Quadrat­metern und einem Brutto­vorjahres­miet­wert von 48 000 Euro.

Einfamilien­haus. Beitrag für einen Jahres­vertrag für ein Einfamilien­haus mit einer Gesamt­wohn­fläche von 120 Quadrat­metern und einen Brutto­vorjahres­miet­wert von 15 000 Euro.

Eigentümer­gemeinschaft. Beitrag für einen Jahres­vertrag für ein Haus mit sechs Eigentums­wohnungen.

Unbe­baute Grund­stücke. Beitrag für einen Jahres­vertrag für ein unbe­bautes Grund­stück mit 500 Quadrat­metern.

Bauvorhaben

Vorhaben auf dem Grund­stück ist mit der genannten Bausumme versichert.

Photovoltaik

Versichert ist der Betrieb einer eigenen netzgekoppelten Photovoltaikanlage. Meist sind Schäden beim Einspeisen ins Stromnetz auch gedeckt. Unter Umständen gelten Leistungs­höchst­grenzen für die Photovoltaikanlage.

Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich Testergebnisse für 50 Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019

Eigentümer­gemeinschaft

Ausgeschlossen bleiben Schäden am Gemein­schafts-, Sonder- und Teil­eigentum. Folge- und/oder Vermögens­schäden sind jedoch versichert.

Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich Testergebnisse für 50 Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.01.2022 um 15:51 Uhr
Versicherungssumme Allgemeine Umweltrisiken

@Mischka1911: Wir haben keine Mindestanforderung an die Höhe der Versicherungssumme für allgemeine Umweltrisiken in der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung gestellt.
Bei der Gewässerschadenhaftpflichtversicherung haben wir nur Tarife berücksichtigt, die mindestens 3 Millionen Euro Versicherungssumme pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden bieten.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.01.2022 um 15:38 Uhr
Umweltschäden

@Mischka1911: Für die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung der WGV gilt die Besonderheit, dass es sich hier um ein Kombiprodukt aus Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung und Gewässerschadenhaftpflicht handelt.
Bei anderen Anbietern, wie z.B. bei der Europa, muss man dafür zwei Policen kaufen.

- Allgemeine Umweltrisiken, wie zum Beispiel durch auslaufenden Kleingebinde verursachte Schäden, sind über die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgesichert.

- Schäden aufgrund besonderer Umweltrisiken, die von Anlagen ausgehen, wie zum Beispiel nach dem Auslaufen eines Öltankens, werden über die Gewässerschadenhaftpflchtversicherung abgesichert. Sie schützt auch bei Schäden nach dem USchadG).

- Unseren Test zur Gewässerschadenversicherung finden Sie hier:
www.test.de/Vergleich-Gewaesserschaden-Haftpflicht-Versicherung-4864386-0

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.01.2022 um 14:00 Uhr
Wer muss das Haus haftpflichtversichern?

@Mischka1911: In der Regel tritt die Verkehrssicherungspflicht für die Abwehr von Gefahren, die von einem Gebäude ausgehen, den Eigentümer.

Ausnahme: Mieter verpflichten sich vertraglich zur Übernahme der Verkehrssicherungspflicht. *

Verpflichten sich Mieter zur Übernahme der Streupflichten auf dem Grundstück, sind Schäden aus einer Verletzung in der Regel über die Privathaftpflichtversicherung mitversichert.*

*ergänzt am 31.1.2022

Mischka1911 am 29.01.2022 um 11:38 Uhr
Wer muss sich versichern

Liebes Team von Finanztest,
Sie schreiben, dass eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für Vermieter (dem Hauseigentümer) unabdingbar ist und, dass Eigentümer die ihr Haus selbst bewohnen über die Privathaftpflicht abgesichert sind.
Wie verhält es sich aber wenn ich ein Haus gemietet habe, dann bin ich ja "Hausbesitzer" aber nicht Eigentümer bzw. wenn ich mein Haus einem Dritten zur Nutzung überlasse (Nießbrauch)? Wer wird in diesen Fällen haftbar gemacht und sollte sich versichern?
Weiter gedacht - kann die Versicherung des Eigentümers, der ja bei einem Schaden erst einmal zur Verantwortung gezogen wird, im Rahmen der von Ihnen erwähnten "Rechtsschutzpolice" an den Nutzer bzw. Mieter herantreten und Schadenersatz fordern.
In so einem Fall müssten sich Eigentümer und Nutzer jeweils für den gleichen Schaden versichern.
Die Europa schreibt:
Versichert ist der Versicherungsnehmers als Haus- und/oder Grundstücksbesitzer, z. B. als Eigentümer, Nießbraucher, Pächter, Mieter, Leasingnehmer.

Mischka1911 am 29.01.2022 um 10:42 Uhr
Umweltschäden

Liebes Team von Finanztest,
Anbieter wie die WGV erwähnen in Ihren Leistungen "Öffentlich-rechtliche Ansprüche zur Sanierung von Umweltschäden gemäß Umweltschadensgesetz".
Die Europa schreibt in Ihren Bedingungen "Versicherung für mittelbare oder unmittelbare Folgen von Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit eines Gewässers einschließlich des Grundwassers (Gewässerschäden)"
In Ihrem Artikel erwähnen Sie diese Umweltschäden nich explizit.
Wie hoch sollte für diese Schäden die Versicherungssumme sein?
Die WGV z.B. beschränkt die Deckung diese Schäden (bei einer Police über 15 Mill) auf max 5 Mill €.
Viele Grüße und Besten Dank