Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich Mit diesen Policen sind Sie gut versichert

Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich - Mit diesen Policen sind Sie gut versichert
Wer ein Haus vermietet, braucht zusätzlichen Versicherungs­schutz. Diesen bietet eine Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­police. © Dorothea Spiro

Eigentümer müssen dafür sorgen, dass von ihrem Haus und Grund­stück keine Gefahr ausgeht. Wird bei einem Unfall jemand schwer verletzt, kann der Schaden in die Hundert­tausende gehen. Daher ist eine Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­police für Vermieter unabding­bar. Die Stiftung Warentest hat 50 Angebote von 36 Versicherern untersucht. Der Test zeigt: Vergleichen lohnt sich, die Preis­unterschiede sind erheblich. Schon für 35 Euro im Jahr lässt sich ein Zweifamilien­haus versichern.

Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht im Vergleich Testergebnisse für 50 Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019

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Inhalt
Liste der 50 getesteten Produkte
Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019 -
  • Alte Leipziger
  • Axa
  • Bayerische Hausbesitzer
  • BGV Badische
  • Bruderhilfe
  • Concordia
  • Condor
  • Condor
  • CosmosDirekt
  • Die Bayerische
  • Die Haftpflichtkasse
  • Die Haftpflichtkasse
  • Ergo
  • Ergo
  • Europa
  • GEV Grundeigentümer
  • GEV Grundeigentümer
  • GHV Darmstadt
  • GHV Darmstadt
  • Gothaer
  • Gothaer
  • GVO
  • GVO
  • HDI
  • HDI
  • Helvetia
  • Helvetia
  • Huk Coburg Allg.
  • Huk24
  • Interrisk
  • Nürnberger
  • NV
  • NV
  • Ostangler
  • Ostangler
  • R + V
  • R + V
  • Rheinland
  • Rheinland
  • Schwarzwälder
  • Schwarzwälder
  • SV Spark.Vers.
  • VGH
  • VHV
  • WGV
  • Zurich
Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­ver­sicherungen 09/2019 - Anbieter mit einer Ver­sicherungs­summe unter 10 Millionen Euro
  • Debeka
  • Docura
  • Signal Iduna
  • Volkswohl Bund

Typische Schäden in der Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht

Vermieter sind verpflichtet, Haus und Grund regel­mäßig zu kontrollieren – auch Keller, Garagen, Gärten und Zugänge wie Treppe oder Fahr­stuhl. Passiert doch etwas, müssen Besitzer für den Schaden zahlen. Typische Schäden in der Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­versicherung sind Dachziegel, die bei Sturm auf geparkte Autos fallen, aufs Nach­barhaus stürzende Bäume, Schäden durch Dachlawinen oder Personenschäden durch versäumte Streu­pflicht oder mangelhafte Beleuchtung der Zugänge zum Haus.

Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­policen im Vergleich

Test­ergeb­nisse.
Die Tabelle liefert Jahres­beiträge für 36 Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherungen, aufgeschlüsselt nach Ein-, Zwei- und Mehr­familien­häusern sowie nach Eigentümer­gemeinschaften und unbe­bauten Grund­stücken. Sie zeigt zudem, wo Bauvorhaben und Schäden durch Photovoltaikanlagen mitversichert sind.
Tipps.
Die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest sagen, wie Sie durch einen Vertrags­wechsel viel Geld sparen und in welchen Fällen die Grund­besitzer-Haft­pflicht unnötig ist, weil Haus­eigentümer auf ihre Privathaft­pflicht­versicherung zurück­greifen können.
Heft­artikel.
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Preise vergleichen lohnt sich

Die Preis­unterschiede sind bei Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­versicherungen enorm. Vergleichen lohnt sich. Teure Tarife kosten drei- bis viermal so viel wie güns­tige. Oft lohnt sich der Wechsel. Einige Versicherer bieten besonders güns­tige Tarife für Einfamilien­häuser.

Das sollte versichert sein

Mindestens 10 Millionen Euro Versicherungs­summe sind sinn­voll, auch wenn so große Schäden extrem selten sind. Mitversichert sein sollten kleinere Bauvorhaben, etwa ein Um- oder Ausbau. Die meisten Policen decken dies bis zu einer Bausumme von mindestens 50 000 Euro ab. Einige Tarife bieten das Doppelte. Wer Bauarbeiten plant, sollte auf ausreichenden Haft­pflicht­schutz achten, denn Unfälle auf Baustellen sind keineswegs selten. Über­steigt die Bausumme den versicherten Betrag, ist eine extra Bauherren-Haftpflichtversicherung sinn­voll.

Wie eine Rechts­schutz­police

In manchen Fällen wirkt die Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht wie eine Rechtsschutzversicherung. Der Versicherer wehrt unbe­rechtigte Forderungen ab, wenn ein Geschädigter vor Gericht Ansprüche gegen den Vermieter durch­setzen will.

Photovoltaik mitversichert

Viele Versicherer schließen auch Schäden aus einer Photovoltaikanlage ein. Das betrifft aber nur das Haft­pflich­trisiko, zum Beispiel wenn ein Sturm einzelne Module vom Dach weht, die ein vor dem Haus geparktes Auto treffen. Zusätzlich schließen viele Policen Schäden durch die Strom­einspeisung aus Photovoltaikanlagen ins Netz ein. Der Schutz greift aber nicht für Schäden an der Anlage selbst. Dafür wäre eine spezielle Photovoltaikversicherung nötig.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. August 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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55 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.12.2021 um 10:41 Uhr
Grobe Fahrlässigkeit

@Schmim: "Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen", heißt es in § 81 Absatz 2 des Versicherungsvertragsgesetz. Es gilt immer dann, wenn im Versicherungsvertrag nichts anderes vereinbart ist. Für Versicherte schlechtere Regelungen sind nicht wirksam. Manche Versicherer verzichten aber zumindest unter bestimmten Bedingungen auf den Einwand grober Fahrlässigkeit. Nur wenn Versicherte einen solchen Verzicht in den Bedingungen finden, können Sie sich darauf verlassen, dass der Versicherer bei grober Fahrlässigkeit nicht die Leistungen kürzt.
Für eine Kürzung der Leistungen reicht es nicht aus, dass die Streu- und Räumpflicht grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich verletzt wurde. Entscheidend ist, ob und inwieweit mit Stürzen und Verletzungen zu rechnen ist. So dürfte ggf. ein grob fahrlässiges Verhalten vorliegen, wenn es ausdrückliche Warnungen vor Eisglätte gab und trotzdem keine Vorkehrungen getroffen wurden. Umgekehrt kann es grobe Fahrlässigkeit ausschließen, wenn der Winterdienst-Pflichtige trotz Frost und/oder Schneefall nicht mit gefährlicher Glätte rechnen musste. Außerdem gilt: Passanten können nicht erwarten, dass etwaige Glätte stets sofort beseitigt wird. Wie lange es dauern darf, bis geräumt und gestreut ist, hängt sowohl von den in der jeweiligen Kommune gültigen Regeln als auch der konkreten Wettersituation ab. Gegenüber einem durch Verletzung der Verkehrssicherungspflicht Verletzten können Grundbesitzer sogar haften, wenn gar nicht sie selbst Winterdienstpflichtig waren, sondern ein Unternehmen oder Mieter verpflichtet haben. Es ist dann aber in der Regel der Rückgriff auf den Verantwortlichen eröffnet. Noch zu beachten: Die Grundbesitzerhaftpflicht ist nur für vermietete Immobilien zuständig. Bei selbst genutzten Immobilien ist die Privathaftpflicht der richtige Ansprechpartner und es kommt dann natürlich auf deren Bedingungen an.

Schmim am 11.12.2021 um 14:29 Uhr
Grobe Fahrlässigkeit

Habe bei der Rheinland Versicherung über den Verband Wohneigentum in den Bedingungen gelesen, dass es Kürzungen bei grober Fahrlässigkeit gibt.
In dem Test lese ich nichts von grober Fahrlässigkeit.
Ist die bei allen nicht eingeschlossen oder bei allen eingeschlossen?
Was passiert, wenn der Schnee nicht vom Gehweg geräumt wird und jemand stürzt, ist das grobe Fahrlässigkeit?

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.12.2020 um 09:40 Uhr
Grundbesitz/Wohngebäude Vers. Bayerische Vers. Kam

@363vdfr6875: Die Bayerische Versicherungskammer hat an den genannten Untersuchungen nicht teilgenommen.
(dda)

4363vdfr6875 am 15.12.2020 um 20:10 Uhr
Grundbesitz/Wohngebäude Vers. Bayerische Vers. Kam

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich sehe in Ihren Tests zur Grundbesitz und zur Wohngebäudeversicherung jeweils nicht die Tarife der Bayerische Versicherungskammer (VKB) aufgelistet. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
Vielen Dank.
KK

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.11.2020 um 14:25 Uhr
Habe 5 Eigentumswohnungen in 3 WEGs

@VermietermitSorgen : Leider können wir Ihnen hier keinen persönlichen Rat erteilen. Zunächst reden sie einmal mit Ihrer Privathaftpflichtversicherung, ob Sie dort so einen erweiterten Schutz, wie Sie wünschen, überhaupt bekommen können. Wenn das möglich ist, sollten Sie sich noch ein Angebot für eine Vermieterhaftpflichtversicherung einholen und dann die Bedingungen dieser Police mit Ihrer privaten Haftpflichtversicherung vergleichen. Nur damit können Sie feststellen, ob der Schutz, den Ihre Privathaftpflicht bietet, auch ausreicht. (PH)