Funk­tions­jacken sind oft mit schädlichen Fluorcarbonen imprägniert.

Hards­hell­jacken bestehen aus mehreren Schichten und gelten als besonders robust. Anders als Softs­hell­jacken sollen sie dauer­haft vor Regen schützen. Unsere Testkollegen vom dänischen Verbrauchermagazin Tænk haben elf zwei- und dreilagige Modelle einem Härtetest unterzogen. Die Jacken sind sowohl für Damen als auch für Herren erhältlich. Nur zwei können die Tester empfehlen. Etliche Funk­tions­jacken trotzen Regen und Wind mithilfe von schädlicher Fluorchemie.

Lundhags und Fjäll­räven vorn

Links Testsiegerin. Lundhags Salpe für zirka 370 Euro.
Rechts Zweit­platzierte. Fjäll­räven Keb Eco-Shell für etwa 450 Euro.

Die Prüfer bestimmten die Wind- und Wasser­dichtig­keit von Stoff und Nähten und ob die Jacken atmungs­aktiv und robust sind. Zudem untersuchten sie die Modelle auf Schad­stoffe. Ergebnis: Lediglich die Jacken Lundhags Salpe und Fjäll­räven Keb Eco-Shell über­zeugen rundum. Von der Lundhags sind online Rest­bestände für rund 370 Euro erhältlich. Die Fjäll­räven kostet um die 450 Euro. Die Lundhags erwies sich als etwas regendichter als die Fjäll­räven. Beide hielten Wind zuver­lässig ab, waren wasch­beständig, schad­stoff­frei und über­zeugten mit guter Pass­form. Die Fjäll­räven verfügt zudem über Lüftungs­schlitze an der Seite, die Lundhags nicht. Sie ist mit einem Gewicht von 420 Gramm (Größe M) aber sehr leicht.

Acht Jacken belastet

Noch acht weitere Jacken zeigten guten Regen- und Wind­schutz. Ihre Imprägnierungen, teils auch die Membran, enthielten jedoch per- und poly­fluorierte Chemikalien (PFC), auch Fluorcarbone genannt. Sie sorgen dafür, dass Wasser vom Oberstoff abperlt. PFC reichern sich jedoch in der Umwelt und in Organismen an, einige sind gesund­heits­schädlich. Die Tester werteten die Jacken deshalb ab, darunter Modelle von Arc‘teryx, Berg­ans, The North Face und Patagonia.

Tipp: Achten Sie bei Outdoor-Kleidung auf die Kenn­zeichnung „PFC-frei“. Waschen Sie Ihre Funk­tions­jacke nach jeder Wandersaison, sonst können Schweiß und Schmutz die Membran oder Beschichtung verstopfen.

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