Handywechsel Hilf­reiche Apps für den Daten­umzug

Handywechsel - Hilf­reiche Apps für den Daten­umzug
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Daten vom alten aufs neue Handy zu über­tragen, kann mühsam sein. Kostenlose Apps nehmen Nutzern dabei viel Arbeit ab. Wir haben fünf geprüft.

Handywechsel Alle Testergebnisse für Apps für den Handyum­zug

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Die Freude war groß, als Aurora Lushtaku ihr neues Smartphone in den Händen hielt. Doch mit dem neuen Gerät kamen neue Sorgen: Sie musste nun den über Jahre gewachsenen Berg an Daten vom alten aufs neue Handy bringen. „Das war mir zu anstrengend“, erzählt die Journalistik­studentin, die gerade ein Jahres­praktikum bei der Stiftung Warentest absol­viert. „Ich habe es letzt­lich ganz gelassen. Außer die Kontakte: Namen und Nummern habe ich abge­tippt, um sie aufs neue Gerät zu bekommen.“

Die gute Nach­richt für alle, die vor derselben Aufgabe stehen: Solche Sorgen und Mühen gehören der Vergangenheit an. Früher mussten Nutzer sich am Computer selbst um den Daten­transfer kümmern, heute erledigen Apps einen Groß­teil dieser Arbeit – kostenlos! Zwar lässt sich der Umzug mindestens ebenso bequem über die Cloud abwi­ckeln. Nutzer müssen dann aber ihre Daten auf Internet­server der Anbieter hoch­laden. Das gibt den Konzernen die Möglich­keit, diese zu durch­suchen. Hat die Cloud Sicher­heits­lücken, könnten Hacker zudem private Fotos, Mails oder gar Zahlungs­daten abgreifen (Cloud-Verbindung abschalten).

Der Umzug ohne Cloud ist sicherer. Ihn über­nehmen die geprüften Apps: Sie trans­ferieren fast alles offline. Eine Internet­verbindung braucht der Nutzer nur in manchen Fällen, etwa wenn er von iOS zu Android wechselt – dann holt das Neugerät seine Apps online aus Googles Playstore.

Unser Rat

Den besten Eindruck hinterließ Samsung Smart Switch Mobile. Doch auch die anderen Umzugs­helfer im Test sind nützlich: Sie ersparen Handy­besitzern mitunter Stunden mühsamer Arbeit beim Über­tragen von Kontakten, SMS, Fotos und Apps. Zudem arbeiten sie meist offline, sodass der Nutzer die Kontrolle über seine Daten behält und sie nicht auf Internet­server („die Cloud“) hoch­laden muss.

Samsung hilft am meisten

Fünf smarte Umzugs­helfer haben wir geprüft: die Apps von Apple, Google, Huawei, Samsung und Sony. Unser Test­szenario umfasste zwei Umzugs­arten: Wir wechselten vom Apple iPhone 6s mit dem Betriebs­system iOS und vom Samsung S7 Edge mit Android jeweils auf verschiedene aktuel­lere Geräte.

Das Ergebnis dürfte nicht nur Aurora Lushtaku freuen: Im Vergleich zum manuellen Umzug sind alle Apps ein Fort­schritt. Sie erleichtern die Mitnahme wichtiger Daten wie Kontakte, SMS, Fotos oder Apps und ersparen Nutzern viel Arbeit. Am meisten über­zeugt die Lösung von Samsung. Sie bietet insgesamt die größte Hilfe – beim Umzug vom iPhone zu Samsung wie beim Wechsel von einem Samsung-Gerät auf ein anderes (Testergebnisse Apps für den Handyumzug).

Handywechsel Alle Testergebnisse für Apps für den Handyum­zug

Die App muss zum Handy passen

Handywechsel - Hilf­reiche Apps für den Daten­umzug
Erstaunt. Aurora Lushtaku freut sich, wie einfach der Daten­transfer mit Umzugs-Apps klappt.
Ob per Kabel oder Funk: Dank der Apps graut es Aurora Lushtaku nun nicht mehr vor dem nächsten Umzug. Ein Hoff­nungs­schimmer also. Das passt, Aurora ist das lateinische Wort für „Morgen­röte“. © Andreas Labes

Mit welcher App Nutzer ihren Umzug erledigen, hängt vom Zielgerät ab. Wer etwa auf ein Sony-Modell umzieht, braucht die Sony-App. Auf vielen Handys sind die Helfer vorinstalliert, Nutzer können sie aber auch aus den App-Stores beziehen. Manche Programme brauchen nur auf dem Zielgerät vorzuliegen. Der Helfer von Huawei muss aber auf beiden Handys laufen. Gleiches gilt für die Apps von Samsung und Sony, falls das Altgerät Android nutzt.

Google und Apple mit Sonderwegen

Googles Umzugs-Dienst lässt sich nicht herunter­laden, sondern ist Teil der Installations­routine bei den Pixel-Handys. Nachteil: Er funk­tioniert nur bei der Erstein­richtung, später lässt er sich nicht mehr aufrufen. Auch ärgerlich: Ohne Cloud-Zugriff – und die damit verbundenen Risiken – über­trägt er keine Kontakte.

Auch Apple löst den Wechsel von einem iPhone auf ein anderes nicht per App, sondern über die iCloud oder das Computer­programm iTunes. Der Umweg über einen Rechner ist aber umständlicher als der direkte Umzug per App (Cloud-Verbindung abschalten).

Treue zum Anbieter wird belohnt

Recht einfach klappen Umzüge, wenn Nutzer ihrem Handyanbieter treu bleiben: Wer etwa vom Samsung S7 Edge zum S8 wechselt, findet neben Kontakten, SMS und Fotos sogar Notizen, den Browser­verlauf und Lesezeichen aus Samsungs Stan­dard-Apps wieder. Auch relativ unkompliziert sind Umzüge, bei denen Nutzer den Geräteanbieter wechseln, aber beim selben Betriebs­system bleiben.

Schwieriger wird es beim Systemwechsel: dem Sprung von Android zu iOS oder umge­kehrt. Zwar gelingt allen Apps der Transfer von Fotos und Videos. Auch Kontakte, SMS und Musik finden meist den Weg aufs neue Handy. Bezahl-Apps aber gehen verloren, der Nutzer muss sie auf dem Neugerät nochmals kaufen. Wer vom iPhone auf ein Huawei- oder Sony-Modell umzieht, muss selbst Gratis-Apps manuell herunter­laden – das kostet viel Zeit.

Die Huawei-App lässt als einzige sogar SMS liegen. Musikdateien über­trägt sie beim Systemwechsel ebenfalls nicht, genau wie Apples Umzugs­helfer. Kurios: Bei unserem Umzug vom iPhone auf das Sony fanden wir nur Kontakte wieder, die wir ohne Profilbild gespeichert hatten.

Am besten gelingt der Systemwechsel beim Umstieg von Apple auf Samsung: Hierbei gehen nur wenige Daten verloren.

Reste manuell über­tragen

Einige Informationen trans­feriert keine der geprüften Apps. So müssen Nutzer auf dem Zielgerät etwa Offline-Karten von Google Maps neu herunter­laden und App-Berechtigungen erneut fest­legen. Online-Dienste wie E-Mails, Spotify oder Netflix können sie wieder­herstellen, indem sie sich auf dem neuen Gerät in die jeweilige App einloggen. Andere Dienste wie Whats-App bieten eigene Backup-Funk­tionen.

Fehlen nach dem Umzug weitere Daten vom alten Gerät, können Nutzer sie per Kabel und Dateimanager – bei Apple mit iTunes – auf einen Computer kopieren und von dort aufs neue Handy bringen.

Tipp: Kopieren Sie Ihre Hand­ydaten regel­mäßig auf den Rechner. Solche Backups sind hilf­reich, falls der Umzug miss­lingt, das Gerät kaputt­geht oder gestohlen wird.

Daten­transfer per Kabel oder Funk

Um den Umzug offline zu ermöglichen, können die Apps verschiedene Über­tragungs­techniken einsetzen: Der Wechsel von iOS auf Android läuft oft über eine Kabel­verbindung zwischen den Handys. Passende Kabel und Adapter gehören bei einigen Smartphones zum Liefer­umfang.

Huawei hingegen setzt auf Funk: Die App über­trägt sämtliche Daten über eine WLan-Direkt­verbindung. Anders als der Name vermuten lässt, ist dafür weder ein WLan-Netz noch Internet­zugriff notwendig. Die Apps führen den Nutzer durch die Einrichtung des Funk­verkehrs. Optional steht diese Technik auch bei der Samsung-App zur Verfügung, falls das Altgerät Android verwendet.

Neues Handy gesucht? Falls zum Umzug noch das passende Telefon fehlt: Unsere Smartphone-Tests helfen weiter.

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7 Kommentare Diskutieren Sie mit

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SmartphoneklinikMünchen am 10.02.2022 um 23:07 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Schleichwerbung

B.Klaas am 26.12.2018 um 10:29 Uhr
iTunes löscht Daten

Warum werden Daten, insbesondere aus Kontakten, beim Synchronisieren per iTunes mit dem PC/Outlook von meinem iPhone gelöscht?
Per iTunes kann ich
1. Kalenderdaten und Kontakte synchronisieren
2. Daten von Outlook auf das iPhone übertragen
3. fehlt... siehe weiter unten
Leider wurden bei der Synchronisation immer wieder mal auf meinem iPhone Daten wie z.B. Telefonnummerbezeichnungen geändert und zugehörige Namen gelöscht.
Wie kann ich verhindern, dass der PC/Outlook auf meinem iPhone etwas verändert?
Gibt es die folgende Möglichkeit?
3. Daten vom iPhone per iTunes auf den PC/Outlook übertragen, ohne dass auf dem iPhone etwas geändernt wird.

Ralf_HO am 09.08.2018 um 20:40 Uhr
Da gibts besseres...

Also ich bevorzuge richtige Backup-Apps wie Titanium Backup (Root) oder Helium Backup (für Android, für iOS gibt es sicherlich vergleichbares). Damit lässt sich (fast) alles sichern und wiederherstellen, zumindest wenn das Gerät gerootet ist (im Fall von Titanium Backup). Und für alle, die kein Marken-Smartphone haben und somit auf keine der getesteten Handywechsel-Apps zurückgreifen können, ist eine solche Backup-App sicher mit die beste Wahl - neben der Cloud-Synchronisierung/Sicherung über einen Google-Account (oder die Apple-Cloud). Davon, dass Hacker bei Google oder Apple Zugriff auf die Daten erhalten hätten, habe ich bisher noch nix gelesen - und das Daten durchforstet und zu Werbezwecken verwendet werden ist heutzutage doch Alltag und lässt sich sowieso nur noch teilweise verhindern (außer man verzichtet komplett auf jeden Online-Zugang/Dienst). Daher ist es sinnvoller einen vernünftigen Adblocker zu nutzen, denn dann seh ich die Werbung erst gar nicht.

sumarenz am 09.08.2018 um 18:08 Uhr
Artikel lässt viele Themen offen

Man kann disen Test als Werbung oder gut gemeinter Hilfeversuch verstehen. Anfangen kann ich persönlich nichts damit. Es ist für mich die Bestätigung dessen, was ich erlebt habe als ich von IOS zu Android wechselte. Neue Erkenntisse, wie ich es nächstesmal besser mache, erhalte ich leider nicht.
Das Anstöpseln des IOS ans Android (IPhone S6 an Samsung S8) hat da automatisch die Lösung gebracht. Die meisten Daten wurden übertragen, die wichtigsten. Leider keine Chats von Whatsapp. Und der Test gibt hierzu leider nicht mal ansatzweise eine Hilfestellung. Diese Chats (egal von welchem Anbieter) sind doch bestimmt allen Nutzern genauso wichtig wie die übrigen Daten. Wäre schön, wenn da noch nachgesteuert wird.

Ursamajor13 am 30.07.2018 um 07:10 Uhr
Backup!

Die Stiftung bemüht sich die Datenschutzproblematik von Cloud Diensten herauszustellen, das ist durch aus löblich, allerdings ist eine Backup Strategie mindestens so dringend, wahrscheinlich sogar dringender als Datenschutzbedenken. Handys gehen sicherlich häufiger verloren bzw. unrettbar defekt, da braucht man unbedingt Sicherungskopien. Gegen Diebstahl Einbruch etc. zu Hause sogar notwendigerweise einen Cloud Dienst. (jeder muss entschieden ob Datensicherheit vor Sorgen um Datenschutz geht, dann sind Cloud Dienste der beste Weg)
Zwei Faktor-Authentifizierung sollte die Stiftung in dem Zusammenhang auch mal erklären , größtes Sicherheitsrisiko in Cloud Diensten ist das sogenannte social engineering, also das täuschende Abfischen von Passwörtern beim Nutzer durch Mails etc.