Handyverträge Meldung

Vorsicht vor Angeboten günstiger Luxushandys „ohne Grundgebühr und Mindestumsatz“: Zwar bekommt der Kunde das Handy. Das Versprechen, die monatlichen Grundgebühren zu erstatten, halten die Vermittler aber offenbar nicht lange. Die Billigmasche funktioniert nur zu Beginn des Vertrags.

Geschäft mit der Provision

Da klingt noch alles plausibel: Der Kunde soll gleich zwei Handyverträge abschließen, damit der Händler die doppelte Vermittlungsprovision bekommt. Diese und der Gewinn aus dem Verkauf des zweiten Handys würden ihm so viel Geld bringen, dass der Vermittler dem Kunden monatlich die Grundgebühren der beiden Verträge erstatten könnte.

Zahlung blieb aus

Klingt schlau, funktioniert aber nicht lange. Nach Auskunft von T-Mobile geht diese Rechnung nicht auf. Erfah­ren mussten das zum Beispiel Kunden der Mühlheimer Firma Seltel (Bericht in Finanztest 7/2003) und einer Firma Storemobil. Denn die Gebührenerstattung blieb bald aus.

Kunden blechen doppelt

Seltel hat seine Homepage geschlossen, der damalige Geschäftsführer Roman Spierzak ist abgetaucht. Netzbetreiber T-Mobile hat Strafanzeige gestellt. Die Kunden müssen nun zweimal Grundgebühr und Mindestumsatz für zwei Handyverträge zahlen.

Tipp: Finger weg! Selbst ein redlicher Vermittler kann sein Rückzahlungsversprechen kaum einhalten. Die Netzbetreiber spüren ihn auf und beenden die Geschäftsbeziehung. Dann geht dem Vermittler die Puste aus. Und auf Kulanz etwa von T-Mobile sollten Kunden nicht hoffen. Die Netzbetreiber werden wohl darauf bestehen, dass der Kunde beide Verträge einhält.

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