Handytarife Test

Aus unserer Datenbank mit rund 700 Tarifen finden Sie hier die billigsten für Wenig-, Normal- und Dauertelefonierer. Guthabentarife werden immer attraktiver.

Gute Neuigkeiten für Verbraucher: Seit unserer letzten Veröffentlichung von Handytarifen (test 11/07) sind Guthabentarife noch billiger geworden. Bei manchen Anbietern zahlt der Kunde weniger als 10 Cent pro Gesprächsminute. Auch der Versand von Kurzmitteilungen (SMS) kostet jetzt bei einigen Unternehmen weniger als 10 Cent. Bei teuren Tarifen müssen Kunden pro Gesprächsminute schnell das Doppelte oder deutlich mehr berappen. Ein Grund mehr, den alten Handytarif genau unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu einem neuen Anbieter zu wechseln.

Wenigtelefonierer: 5 Euro im Monat

Guthabentarife werden meist als „Prepaid-Tarife“ bezeichnet. Dabei zahlt der Kunde im Voraus ein Guthaben ein, das er dann abtelefonieren kann. Vor dem Telefonieren muss er die Karte aufladen, zum Beispiel mit einer Guthabenkarte aus dem Supermarkt, der Tankstelle oder über die Homepage des Anbieters im Internet.

Als besonders nützlich erweisen sich Prepaid-Tarife bei Kindern, Jugendlichen oder auch bei Handyeinsteigern, um eine bessere Kostenkontrolle zu haben. Vorab bezahlt lassen sich die Kosten einfach leichter überschauen und es gibt kein böses Erwachen. Nachteil: Die Karte muss immer rechtzeitig aufgeladen werden.

Bei einigen Anbietern kann das Guthaben bei Unterschreitung des Mindestguthabens automatisch nachgeladen werden. Der Kunde gibt dem Unternehmen dafür die Erlaubnis, seine Kreditkarte zu belasten oder per Lastschrift vom Konto abzubuchen. Das ist zwar bequem, für die exakte Kostenkontrolle jedoch nicht geeignet.

Empfehlenswert sind Prepaid-Tarife vor allem für Wenigtelefonierer. Im Test liegen die Kosten für sie bei 5 Euro im Monat: bei blau, congstar, Fonic, Plus und simyo.

Verträge: Einfach lostelefonieren

Wer einen Laufzeitvertrag abschließt, muss sich nicht darum kümmern, das Prepaid-Guthaben aufzuladen, sondern kann immer sofort lostelefonieren. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Bezahlt wird meist per Bankeinzug. Bei den großen Anbietern mit ihren zahlreichen Filialen kann der Kunde auch einen kostenlosen, persönlichen Service nutzen. Nachteil eines Vertrags: Der Verbraucher bindet sich meist für eine Laufzeit von zwei Jahren an das Mobilfunkunternehmen. Neben einer monatlichen Grundgebühr zahlt er oft auch für die Gesprächsminute, es sei denn er bucht ein Paket mit Inklusivminuten. Doch auch hier muss er pro Minute zahlen, wenn er seine Freiminuten aufgebraucht hat.

Crash 5 Limited: 5 Cent, mit Geduld

Wer sehr viel telefoniert, für den eignet sich der von debitel angebotene günstigste Laufzeitvertrag, der Tarif crash 5 Limited, für 5 Cent pro Minute. Es erfordert allerdings Geduld, an ihn heranzukommen. Man kann ihn nur unter www.crash-tarife.de abschließen. Dort erscheint eine „Last-Minute-Tarif­börse“, die einer Tombola ähnelt: Durch ein Fenster laufen zum Verkauf stehende Tarifangebote, zum Beispiel der teurere crash 9. Im 30-Sekunden Takt rücken neue Angebote nach. Wer jetzt auf den ins Bild gerückten Tarif crash 5 klickt, weiß aber noch nicht, ob er ihn bekommen hat. „Es wird geprüft, ob der Tarif noch erhältlich ist“, steht mitunter da. Ist er schon verkauft, heißt es wieder warten, bis ein neuer crash-5-Tarif im Fenster erscheint. Dauertelefonierer brauchen also Ausdauer, um sich den laut unserem Profil mit 28 Euro im Monat sehr günstigen Tarif zu ergattern. Allerdings gibt es Berichte darüber, dass einigen crash-5-Kunden nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gekündigt wurde.

Rufnummer mitnehmen: Prüfen

Bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters wollen die Kunden meist ihre alte Nummer behalten. Zwar muss jedes Unternehmen die Rufnummernmitnahme erlauben, der neue Anbieter ist aber nicht verpflichtet, die alte Nummer auch zu übernehmen. Erkundigen Sie sich deshalb vorher, ob die Mitnahme möglich ist und wie hoch die Kosten sind. So kassieren die meisten Mobilfunkanbieter um die 25 Euro für die Freigabe der alten Rufnum­mer.

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