Mobiles Telefonieren und Surfen war noch nie so billig. Mit einem güns­tigen Tarif sparen Dauer­nutzer bis zu mehreren hundert Euro im Jahr.

Wie kann ich sparen, wenn ich mit meinem Smartphone telefoniere, SMS vers­ende und im Internet surfe?

Wechseln Sie zu einem güns­tigen Anbieter. Welcher Tarif für Sie gut ist, hängt von Ihrem Nutzer­verhalten ab. Schauen Sie in Ihre Hand­yrechnungen der vergangenen drei Monate: Welche Verbindungen haben Sie genutzt und was haben Sie dafür bezahlt? Wie häufig und wie lange haben Sie zu welchen Uhrzeiten in welche Zielnetze telefoniert? Wie oft haben Sie eine SMS vers­endet und wie häufig waren Sie im Internet? Aktuell güns­tige Angebote für zwei Nutzer­typen finden Sie in den Tabellen „Günstige Tarife für Wenig‧nutzer“ und „Günstige Tarife für Dauer‧nutzer“.

Worin unterscheidet sich „Prepaid“ von einem Lauf­zeit­vertrag?

Mit einem Lauf­zeit­vertrag binden Sie sich oft lange, meist für 24 Monate. Die Anbieter buchen die Kosten am Monats­ende von ­Ihrem Konto ab. „Prepaid“ heißt dagegen ­voraus­bezahlt. Sie kaufen eine Prepaidkarte und laden das Guthaben­konto vorab mit einem Geld­betrag auf. Sie können nur so viel verbrauchen, wie drauf ist. Aus einem Prepaid­tarif können Sie jeder­zeit wechseln. Es sei denn, Sie haben sich länger gebunden, um ein verbilligtes Handy zu bekommen.

Prepaidkarten gibt es im Internet, bei Discountern und an Tank­stellen. Vor allem im Internet gekaufte Prepaidkarten können Sie in der Regel auch auto­matisch über Bank­last­schrift oder Kreditkarte aufladen.

Wann lohnt es sich, den Hand­ytarif zu wechseln?

Je länger Sie Ihren Tarif schon haben, desto eher lohnt sich ein Wechsel. Vergleichen Sie spätestens nach eineinhalb Jahren die Preise. Schauen Sie in Ihren (Lauf­zeit-)Vertrag nach der Kündigungs­frist. Beträgt sie drei Monate, muss Ihre Kündigung zuvor beim Anbieter auf dem Tisch liegen. Sonst verlängert sich der Vertrag auto­matisch um ein Jahr. Viele Prepaid- und einzelne Lauf­zeit­tarife können Sie dagegen spätestens nach 30 Tagen wechseln. Besonders die Preise für Prepaid­angebote sinken stetig.

Kann ich meine Rufnummer mitnehmen?

Ja. Auch wenn Ihr alter Anbieter sich quer­stellt, ist er verpflichtet, die Nummer frei­zugeben. Sie müssen dafür einen „Portierungs­antrag“ stellen. Tun Sie das gleich bei Ihrer Kündigung. Das Formular für den Antrag finden Sie bei Ihrem Anbieter im Internet. Alle Angaben müssen exakt mit den gespeicherten Vertrags­daten über­einstimmen – auch die Adresse, selbst wenn Sie umge­zogen sind. Für das Mitnehmen der Nummer verlangen die abge­benden Unternehmen zwischen 25 und 30 Euro. Spätestens einen Monat nach der Kündigung muss Ihr alter Anbieter die Rufnummer frei­geben.

Welches Netz soll ich wählen – D1, D2, E-Plus oder O2?

Das hängt davon ab, wo Sie sich am häufigsten aufhalten. Fragen Sie Bekannte in Ihrer Nähe nach ihren Erfahrungen. Ausschlag­gebend ist die Netz­abdeckung: Steht Ihnen eine gute Sprach­qualität und ein brauch­bares Tempo zum Surfen zur Verfügung? Die beste Surf­geschwindig­keit bietet das Vodafone-Netz, am lang­samsten ist E-Plus. Das ist das Ergebnis einer Unter­suchung in test 08/2011 (mehr dazu siehe Meldung „E-Plus schwächelt auf dem Land“). Wenn Sie das gleiche Netz wie Ihre Familie und Ihre Freunde wählen, telefonieren Sie oft güns­tiger. In jedem Hand­ynetz können Sie inzwischen Discount­tarife buchen.

Kann ich mein bisheriges Smartphone einfach weiternutzen?

Ja, legen Sie Ihre neue Sim-Karte in Ihr Smartphone ein und telefonieren Sie wie ­gewohnt. Für mobiles Surfen müssen Sie die APN-Zugangs­daten beim neuen Netz­anbieter anfordern. Auch für die meisten Vertrags­handys ist das kein Problem. Allerdings funk­tionieren zum Beispiel Geräte, die Sie mit T-Mobile-Verträgen gekauft haben, mitunter nur im T-Mobile-Netz („Net-Lock“). Wechseln Sie mit „Net-Lock-Handys“ in einen güns­tigeren Tarif im selben Netz.

Handys, die Sie mit einer Prepaidkarte im Paket gekauft haben, sind meist mit einem „Sim-Lock“ gesperrt und lassen sich nach zwei Jahren durch einen Anruf beim alten Anbieter kostenlos entsperren.

Sehr teuer wird es, wenn ich mit dem Smartphone im Ausland surfe und telefoniere. Welche Alternative gibt es?

Die größte Kostenfalle ist das Internet und nur inner­halb der Europäischen Union kappt der Anbieter den Daten­strom, wenn Sie ein Daten­volumen für 59,50 Euro verbraucht haben. Sie können aber den gesamten Daten­verkehr oder jede einzelne App auf Ihrem Handy abschalten. Wollen Sie auf das Surfen nicht verzichten, fragen Sie vor Antritt der Reise, was Ihr Anbieter im Ziel­land verlangt. Aktuelle Hand­ytarife fürs Telefonieren und Surfen im Ausland finden Sie in unserer Roaming-Daten­bank unter www.test.de/roaming.

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