Maschen der Verkäufer: Nichts aufschwatzen lassen

Informiert sein

Viele Berater offerierten Intensivnutzer-Tarife für rund 40 Euro monatlich. Einmal sollte unser Tester aber für 200 Euro monatlich unter­schreiben: Das hätte für 24 Monate 4 800 Euro bedeutet.
Tipp: Prüfen Sie Ihren Bedarf. In welches Land gehen Ihre Telefonate, wie viele Daten über­tragen und wie viele SMS senden Sie monatlich? Informieren Sie sich online, was das kostet. Teurer sollte es im Mobil­funk­shop nicht werden.

Verhandeln

Mobil­funk­gesell­schaften verkaufen ihre Tarife online oft mit einem Bonus. Beispiels­weise senken sie den Grund­preis für das erste Jahr um 5 Euro pro Monat. Verhand­lungs­spielraum gibt es im Internet nicht. In Laden­geschäften bekamen unsere Test­personen Angebote: Mal entfielen die Kosten für den Anschluss (um 30 Euro), mal gab es 1 Gigabyte Daten­volumen extra (um 10 Euro), zuweilen einen Nach­lass von 5 Euro monatlich.
Tipp: Achten Sie auf Aktionen im stationären Fach­handel, etwa auf Tarife mit nied­rigerem Grund­preis für die ersten zwölf Monate – eine schöne Ersparnis, wenn die Aktion zeitlich passt. Fragen Sie angesichts der Onlinepreise nach den Möglich­keiten des Fachhänd­lers bei der Preis­gestaltung. Besuchen Sie auch andere Shops: Nicht jeder Händler einer Kette nimmt an jeder Aktion teil (Stich­wort in der Werbung: „Teilnehmende Händler“).

Tarifmodell beachten

Oft boten die Verkäufer Lauf­zeit­verträge für das Kind an: meist als Pauschaltarif, nicht selten mit Kostenfallen wie der Daten­automatik. Sie erhöht das High-Speed-Daten­volumen, kostet aber extra. Hintergrund: Nach Erreichen des Monats­limits surfen Kunden sonst nur noch sehr lang­sam.
Tipp: Wer wenig telefoniert und Daten vorwiegend im WLan über­trägt, fährt mit einer Prepaidkarte zuzüglich Daten­flatrate für 300 bis 500 Megabyte besser. Das gilt vor allem für Kinder, die finanzielle Risiken kaum erkennen.

Nach­fragen

Unsere Tester trafen zuweilen auf maul­faule Verkäufer, die nur auf direkte, hartnä­ckige Fragen antworteten.
Tipp: Haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder eine Kostenfalle vermuten. Lassen Sie sich das Angebot schriftlich mit dem Namen des Verkäufers geben. So können Sie später nach­fragen und auch verschiedene Angebote vergleichen.

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