Hand­ytarife

Maschen der Verkäufer: Nichts aufschwatzen lassen

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Hand­ytarife Testergebnisse für 6 Beratung in Mobilfunkshops 05/2016

Informiert sein

Viele Berater offerierten Intensivnutzer-Tarife für rund 40 Euro monatlich. Einmal sollte unser Tester aber für 200 Euro monatlich unter­schreiben: Das hätte für 24 Monate 4 800 Euro bedeutet.
Tipp: Prüfen Sie Ihren Bedarf. In welches Land gehen Ihre Telefonate, wie viele Daten über­tragen und wie viele SMS senden Sie monatlich? Informieren Sie sich online, was das kostet. Teurer sollte es im Mobil­funk­shop nicht werden.

Verhandeln

Mobil­funk­gesell­schaften verkaufen ihre Tarife online oft mit einem Bonus. Beispiels­weise senken sie den Grund­preis für das erste Jahr um 5 Euro pro Monat. Verhand­lungs­spielraum gibt es im Internet nicht. In Laden­geschäften bekamen unsere Test­personen Angebote: Mal entfielen die Kosten für den Anschluss (um 30 Euro), mal gab es 1 Gigabyte Daten­volumen extra (um 10 Euro), zuweilen einen Nach­lass von 5 Euro monatlich.
Tipp: Achten Sie auf Aktionen im stationären Fach­handel, etwa auf Tarife mit nied­rigerem Grund­preis für die ersten zwölf Monate – eine schöne Ersparnis, wenn die Aktion zeitlich passt. Fragen Sie angesichts der Onlinepreise nach den Möglich­keiten des Fachhänd­lers bei der Preis­gestaltung. Besuchen Sie auch andere Shops: Nicht jeder Händler einer Kette nimmt an jeder Aktion teil (Stich­wort in der Werbung: „Teilnehmende Händler“).

Tarifmodell beachten

Oft boten die Verkäufer Lauf­zeit­verträge für das Kind an: meist als Pauschaltarif, nicht selten mit Kostenfallen wie der Daten­automatik. Sie erhöht das High-Speed-Daten­volumen, kostet aber extra. Hintergrund: Nach Erreichen des Monats­limits surfen Kunden sonst nur noch sehr lang­sam.
Tipp: Wer wenig telefoniert und Daten vorwiegend im WLan über­trägt, fährt mit einer Prepaidkarte zuzüglich Daten­flatrate für 300 bis 500 Megabyte besser. Das gilt vor allem für Kinder, die finanzielle Risiken kaum erkennen.

Nach­fragen

Unsere Tester trafen zuweilen auf maul­faule Verkäufer, die nur auf direkte, hartnä­ckige Fragen antworteten.
Tipp: Haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder eine Kostenfalle vermuten. Lassen Sie sich das Angebot schriftlich mit dem Namen des Verkäufers geben. So können Sie später nach­fragen und auch verschiedene Angebote vergleichen.

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C.Bauer am 01.05.2016 um 08:53 Uhr
Überhöhte Preise in Vodafone-Shops

Vielen Dank für den interessanten Artikel.
Ich musste leider feststellen, dass in Vodafone-Shops überhöhte Preise für Callya-Karten verlangt werden. Die Karte Callya Smartphone Special, aufgedruckter Preis 9,99 Euro mit 10,00 Euro Startguthaben, wird im Vodafone-Shop Aachen, Elsassstr. für 45,00 Euro inkl. 25,00 Euro Startguthaben verkauft. Im Vodafone-Shop Aachen, Trierer Straße wird sie nur im Bündel mit einem Aufladevoucher von 15,00 Euro, also insgesamt für 25,00 Euro verkauft. Ich gehe hierbei davon aus, dass nicht die Firma Vodafone irreführende Werbung betreibt, sondern dass die Shop-Betreiber sich hiermit ein Zusatzgeschäft verdienen möchten. Es handelt sich hierbei nicht um freie Shops, sondern um die Shops, die auf der Vodafone-Webseite angezeigt werden.
Ich habe mich beim telefonischen Vodafone-Support über dieses Verhalten beschwert und mir wurde zugesagt, dass die Beschwerde an die Zentrale weiter gegeben wird. Ich bin auf die Antwort gespannt.
Viele Grüße,
C. Bauer