Hand­ytarife Test

Telefonieren und Internetsurfen im Ausland ist teuer. Ab Juli sinken die Preise – jedoch nur inner­halb der EU. Wer in Ländern wie etwa in der Türkei, der Schweiz und den USA mit dem Smartphone im Internet surft, muss höllisch aufpassen: Ein Megabyte herunterzuladen kostet bis zu 25,80 Euro. Die Experten von test haben ermittelt, was das Roaming bei den verschiedenen Anbietern kostet und wie man sich vor Horrorrechnungen schützt.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Handykosten im Ausland.

Happige Roaming­gebühren

Dass Handy­gespräche und -surfen im Ausland deutlich teurer sind als zuhause, liegt am „Roaming“. Das eng­lische Wort „to roam“ bedeutet herum­wandern oder streunen. In die Welt des Mobil­funks über­setzt meint es, in einem fremden Netz zu telefonieren oder im Internet zu surfen. Der fremde Mobil­funkanbieter verlangt für die Weiterleitung der Gespräche und Daten eine Gebühr – und die ist oft happig.

Günstig surfen mit blau und simyo

Wie erwartet orientieren sich die neuen Auslands­tarife weitest­gehend an den Ober­grenzen der EU-Vorgabe: Vodafone reizt den Spielraum sogar voll aus, und zwar bis auf vier Stellen nach dem Komma: Der Minuten­preis aus EU-Ländern kostet ab 1. Juli 0,3451 Euro. Bisher gab sich Vodafone mit zwei Nach­kommastellen zufrieden: 0,41 Euro. Der T-Mobile Euro-Tarif wird mit der Option „Welt­weit“ umge­setzt und entspricht ebenfalls den EU-Vorgaben. Beim Daten­roaming unterbieten die beiden E-Plus-Billigmarken blau.de und simyo das EU-Preis­limit: Das Megabyte kostet bei ihnen wie schon vor der Einführung der Ober­grenze 49 Cent statt der zulässigen 83 Cent.

Tipp: Eine Über­sicht über die Kosten der Telefon- und Daten­tarife im Ausland von Base, O2, T-Mobile und Vodafone finden Sie nach dem Frei­schalten des gesamten Artikels. Ebenfalls dargestellt sind die Tarife von blau.de, cong­star, Fonic, otelo und simyo.

Spezielle Auslands­tarife

Wer in der EU billiger telefonieren, simsen und surfen möchte, kann alternativ einen speziellen Auslands­tarif buchen, meist „Option“ genannt. Rechnerisch ergibt sich hier oft ein nied­rigerer Preis. Allerdings muss der Kunde aufpassen und sein gebuchtes Paket gut ausnutzen, sonst zahlt er drauf. Die Preise in den EU-Ländern sind mitt­lerweile erschwing­lich. Ganz anders sieht es in anderen Urlaubs­ländern aus, zum Beispiel in der Türkei, der Schweiz und den USA. Hier kann ein ausgehendes Handy­gespräch immer noch mit knapp 2 Euro pro Minute zu Buche schlagen. Ein Megabyte herunter­zuladen, kostet bis zu 25,80 Euro. Das führt schnell zu horrenden Rechnungen.

Tipp: Nach dem Frei­schalten finden sie eine Über­sicht güns­tiger Sprach- und Daten­tarife für das Ausland von Base, O2, T-Mobile und Vodafone.

Warnung per SMS oder E-Mail

Wenigs­tens gibt es einen Schutz­mechanismus. Wenn 59,50 Euro oder eine andere vereinbarte Schwelle aufgelaufen sind, erhalten Reisende eine Warnung per SMS oder E-Mail. Wer dann weiter Daten­dienste nutzen will, muss dies ausdrück­lich bestätigen. Die Warnung gab es bisher nur inner­halb der EU, ab Juli 2012 greift der Mecha­nismus welt­weit – sofern das ausländische Netz diese Funk­tion unterstützt.

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