Handytarife Test

Hier finden Sie die billigsten von 750 Handytarifen, die wir für drei Telefonierertypen ermittelt haben, die wichtigsten Tarifmerkmale und mögliche Kostenfallen.

Den richtigen Handytarif zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Die Zahl der Handytarife ist jedenfalls riesig. Rund 750 Angebote für Privatkunden sind in der Datenbank für unsere Profilrechnungen erfasst. Die Tabellen zeigen eine Auswahl billiger Handytarife für Wenig-, Normal- und Vieltelefonierer. Nun brauchen Sie nur noch Ihr Telefonierverhalten zu bestimmen, dann finden Sie in der entsprechenden Tabelle passende Tarife. Was Sie sonst noch wissen sollten:

Guthaben oder Rechnung?

Handytarife unterscheiden sich nach Art der Abrechnung. Traditionell erfolgt sie über eine monatliche Rechnung. Doch gerade besonders günstige Discount-Tarife werden stattdessen häufig im Pre-paid-Verfahren abgerechnet (englisch für „vorausbezahlt“). Dabei zahlt man vorab ein Guthaben ein, das man dann abtelefonieren kann. Vorteil: Man kann nur ausgeben, was man vorher eingezahlt hat – nützlich zur Kostenkontrolle besonders bei Kindern und Jugendlichen. Nachteil: Man muss sein Guthaben immer rechtzeitig aufladen. Dafür gibt es verschiedene Wege (siehe Tabelle). Manche Guthaben kann man nur in den Filialen einer bestimmten Handelskette aufladen – unpraktisch, wenn die nicht gerade um die Ecke liegt. Für andere gibt es Aufladekarten auch in Tankstellen und Supermärkten. Oft geht es auch online, übers Handy oder per Überweisung.

Tipp: Bei einigen Prepaid-Tarifen kann man eine automatische Aufladung einrichten, um zu verhindern, dass das Guthaben leerläuft. Das ist bequem, macht aber die Kostenkontrolle zunichte.

Guthaben mit begrenzter Haltbarkeit

Viele Prepaid-Kunden müssen beachten, dass ihr eingezahltes Guthaben nur begrenzt gültig ist. Lädt man über einen bestimmten Zeitraum kein neues Guthaben auf, wird der Anschluss bei vielen Tarifen für abgehende Anrufe gesperrt. Die Anbieter nennen diese Gültigkeitsfrist „Phone Time“. Wird nach einer weiteren Frist, der „Air Time“, noch immer nichts eingezahlt, deaktivieren sie den Anschluss auch für eingehende Anrufe. Verbliebenes Guthaben kann der Kunde dann vom Anbieter zurückfordern. Nur bei callmobile, Schlecker, simply, T-Mobile und Vodafone gilt das Guthaben unbegrenzt.

Tipp: Prepaid-Tarife mit unbegrenzt gültigem Guthaben sind auch dann geeignet, wenn man vor allem erreichbar sein will und selbst nur wenige Anrufe tätigt.

Achtung, Mindestlaufzeit

Tarife, die man nicht per Guthaben, sondern per Monatsrechnung bezahlt, werden als Gegenstück zu den Prepaid-Tarifen auch Postpaid-Tarife genannt. Meist legen sie den Nutzer auf eine Mindestvertragslaufzeit fest. Zwei Jahre sind hier Standard – angesichts der stetig sinkenden Mobilfunkpreise eine ziemlich lange Zeit. Vorsicht: Verpasst man die Kündigungsfrist, verlängert sich ein Laufzeitvertrag meist gleich um ein ganzes Jahr. Inzwischen gibt es aber auch Postpaid-Tarife ohne Mindestlaufzeit, etwa von congstar, klarmobil oder Tchibo.

Tipp: Wer flexibel bleiben will, wählt einen Prepaid-Tarif oder einen der wenigen Postpaid-Tarife ohne Mindestlaufzeit.

Mindestumsatz ausschöpfen

Bei manchen Postpaid-Tarifen wird ein monatlicher Mindestumsatz oder Grundpreis fällig, egal wie viel man telefoniert. Tarife mit Mindestumsatz wie die Zehnsation-Tarife von E-Plus lohnen nur, wenn man den Mindestumsatz regelmäßig ausschöpft. Bei Tarifen, deren Grundpreis ein Freiminutenpaket enthält, sollte man zudem die bezahlten Freiminuten nicht zu weit überschreiten, da die Minutenpreise danach oft vergleichsweise hoch sind. Solche Tarife rechnen sich nur bei sehr stabilem Telefonierverhalten.

Tipp: Für diejenigen, die mal mehr und mal deutlich weniger telefonieren, sind Tarife ohne feste Kosten besser geeignet.

Verträge online oder vor Ort

Einige Handytarife, wie zum Beispiel die von congstar, klarmobil oder simply, sind ausschließlich über das Internet oder per telefonischer Hotline zu beziehen. Bei solchen Online-Tarifen erfolgt dann auch die Abrechnung standardmäßig über das Internet. Eine Papierrechnung gibt es dann meist nur gegen Aufpreis – oder überhaupt nicht. Bei anderen Tarifangeboten, die es sowohl online als auch vor Ort im Laden gibt, werben die Anbieter gern mit Preisvorteilen für die Online-Version, zum Beispiel in Form von zusätzlichen SMS-Freikontingenten. Doch zuweilen haben Online-Kunden auch Nachteile. So ist bei E-Plus und O2 die Service-Hotline für sie deutlich teurer als für Kunden, die den Mobilfunkvertrag vor Ort im Shop abgeschlossen haben.

Sparen bei den Hotline-Kosten

Nur bei den wenigsten Anbietern erreichen Kunden ihre Service-Hotline innerhalb des eigenen Netzes kostenlos. Teilweise kassieren die Anbieter für den Hotline-Anruf vom Handy sogar happige Preise – Spitzenreiter sind hier klarmobil und simply mit fast zwei Euro pro Minute.

Tipp: Oft ist es erheblich günstiger, wenn man die Hotline nicht vom Handy, sondern vom Festnetz aus anruft. Die entsprechenden Rufnummern stehen in den Tabellen. Dort finden Sie auch weitere wichtige Kostenfaktoren.

Alte Handynummer mitnehmen

Wer den Mobilfunkanbieter wechselt, will dabei nicht unbedingt auch eine neue Handynummer haben. Beim Wechsel zu einem Tarif mit Rechnung ist das kein Problem. Hier kann man in der Regel die alte Handynummer mitbringen – auch wenn der alte Anbieter für die Freigabe der Nummer meist zwischen knapp 25 und 30 Euro kassiert. Will man aber zu einem Prepaid-Tarif wechseln, könnte es schwierig werden. Längst nicht alle Anbieter erlauben, die alte Nummer mitzubringen.

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