Roaming-Kosten: Preise in Europa

Handytarife Test

Die Verordnung über Gesprächspreise im EU-Ausland und ihre Folgen.

Begrenzt: Diesen Sommer setzte die Europäische Kommission verbindliche Obergrenzen für die Roaming-Preise, die anfallen, wenn man mit einem heimischen Handyvertrag im EU-Ausland telefoniert. Gespräche in die Heimat dürfen seitdem höchstens 49 Cent pro Minute kosten, eingehende Anrufe 24 Cent – jeweils plus Steuern.

Ausgeschöpft: Deutsche Mobilfunkanbieter dürfen demnach maximal 58 Cent für abgehende und knapp 29 Cent für eingehende Roaming-Gespräche verlangen. Diese Obergrenzen schöpfen sie voll aus. In anderen Ländern ist das anders. So unterbietet etwa der britische Mobilfunkanbieter „3“ die neuen EU-Obergrenzen jeweils um über 10 Cent. In Deutschland profitieren dagegen bisher in erster Linie Prepaid-Kunden von den neuen Roaming-Preisen. Für sie war das Telefonieren im Ausland vorher meist erheblich teurer.

Umgestellt: Die Umstellung auf die neuen Preise ging bei T-Mobile am schnellsten. Hier stand der neue, EU-konforme „Weltweit“-Tarif ab Anfang Juli zur Verfügung. O2-Kunden kamen erst Ende August in den Genuss der neuen Preise. Die meisten Mobilfunkkunden sollten inzwischen automatisch umgestellt worden sein. Nur wer vorher eine spezielle Roaming-Option wie zum Beispiel das „Reiseversprechen“ von Vodafone gebucht hat, bekommt nicht automatisch den neuen Tarif. Er sollte die Preise vergleichen und gegebenenfalls auf den „EU-Tarif“ wechseln.

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