Hand­ytarife Test

Allnet-Flatrates gelten als Rundum-Sorglospakete. Quassel­strippen können für einen Pauschal­preis unbe­grenzt telefonieren: in alle Hand­ynetze, ins Fest­netz – und auch ein Daten­paket zum Surfen ist inklusive. Nie waren die Tarife günstig wie jetzt. Bei knapp 20 Euro im Monat geht's los. Doch längst nicht alle Kosten sind drin. test hat aus fast 4 000 Tarifen die güns­tigsten Allnet-Flats zusammen­gestellt und zeigt, wo Zusatz­kosten lauern.

Preiskampf positiv für den Kunden

Unbe­grenzt mit dem Handy telefonieren und Surfen: Eine Allnet-Flatrate macht es möglich. Dank eines Preiskampfes in der Mobil­funk­branche, gibt es viele Tarife bereits für weniger als 20 Euro. Doch mit der monatliche Pauschale ist es noch nicht getan, denn SMS kosten extra und oft bitten die Anbieter ihre Kunden auch an der Hotline kräftig zur Kasse.

Richtig günstig nur mit langer Lauf­zeit, SMS kosten extra

Ein weiter Nachteil ist, dass es die richtig güns­tigen Tarife nur mit einer Lauf­zeit von 24 Monaten gibt. Wer eine monatliche Kündigungs­frist wünscht, zahlt für die gleichen Angebote oft 5 Euro mehr im Monat. Im Grund­preis sind in der Regel auch die Kosten für SMS nicht inklusive. Ausnahme ist Deutsch­land­Sim. Hier sind die ersten 100 Kurz­nach­richten bereits im Angebot enthalten. Ansonsten treiben fleißige SMS-Schreiber bei einem Preis von 9 bis 19 Cent pro Nach­richt die Rechnung in die Höhe. Fast alle Anbieter haben aber eine zusätzliche SMS-Flat im Repertoire. Die kann schon mal zusätzlich happige 12,95 Euro im Monat kosten. Das macht sich bei 9 Cent pro SMS erst ab der 144sten SMS bezahlt. Doch es gibt auch güns­tigere Kombinationen aus Allnet-Flat und SMS-Paket. Bei einigen Anbietern kostet unbe­grenztes SMS-Senden nur rund 5 Euro im Monat. Das lohnt sich bereits ab der 56sten SMS.

E-Plus oder O2-Netz am güns­tigsten

Einschränkungen gibt es auch beim Netz. Ein Blick auf die güns­tigsten Allnet-Tarife zeigt: Die meisten sind im E-Plus- oder im O2-Netz zu haben. Nicht alle Netze sind aber in allen Regionen gleich stark ausgebaut. Bei E-Plus kann es gerade in ländlichen Gebieten zu Empfangs­problemen kommen. Beim O2-Netz beschwerten sich in der Vergangenheit häufig Nutzer über den lang­samen Daten­verkehr. Mögliche Ursache: Gerade in großen Ballungs­gebieten sind die Netze oft über­lastet.

Nicht über­all ist „Allnet-Flat“ drin

Extra­kosten lauern oft beim Anruf der Anbieterhotline. So verlangt mobilcom-debitel für Anrufe bei der tech­nischen Hotline teure 1,29 Euro pro Gesprächs­minute aus dem Fest­netz. Für Gespräche ins Ausland zahlen Kunden ohnehin extra, ebenso für Sonderruf­nummern, zum Beispiel mit der Vorwahl 0 180 5. Die von der Stiftung Warentest ausgewählten Tarife sind alle echte Allnet-Flatrates. Das heißt, Sprach­anrufe ins Fest­netz und in alle Hand­ynetze sind inklusive. Die Tester haben aber auch andere Modelle gefunden. Debitel light begrenzt zum Beispiel seine „AllNet Flat“ auf nur 100 Sprach­minuten. Das Etikett „Allnet“ ergänzen Anbieter oft um Zusätze wie „Allnet100“ oder „Allnet S“. Diese Tarife enthalten meist nur wenige kostenfreie Minuten. Unbe­grenztes Telefonieren wird da schnell teuer.

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