Handytarife Test

Jeder, der nur wenig mit dem Handy telefoniert, kann vor allem mit Guthabentarifen Geld sparen. Neuerdings ist ein solcher Tarif aber auch für Vieltele­fonierer der Preisführer. Er heißt maxxim.

Es war im schönen Monat Mai, als die Drillisch Telecom „Deutschlands niedrigsten Mobilfunktarif“ – O-Ton Drillisch – auf den Markt brachte. Unter dem Namen maxxim sorgte er mit seinen 8 Cent pro Gesprächsminute und Textnachricht bei den Mitbewerbern für Ernüchterung, denn bis dahin galten 9 Cent als unschlagbar niedrig. Diesen Preis zahlen Kunden zum Beispiel auch heute für jede Gesprächsminute mit den Guthabentarifen von blau, callmobile, congstar, freenet, Fonic, Plus und simyo. Allerdings haben alle Anbieter die 60/60-Taktung – jede angefangene Minute muss hier auch voll bezahlt werden.

Die billigsten Tarife: Aus jedem Netz

Ebenfalls aus dem Hause Drillisch kommt ein weiterer Prepaidtarif, der in der Werbung mit seinen 8,5 Cent beeindruckt: der simply easy prepaid. Da wir in unseren Tabellen aufrunden, wird er dort mit 9 Cent aufgeführt. Zur Berechnung des Profils galten jedoch 8,5 Cent. Dennoch taucht er in unseren Tabellen Wenig-, Normal- und Vieltelefonierer nicht ganz oben auf. Textnachrichten schlagen mit 15 Cent vergleichsweise kräftig zu Buche. Und anders als bei maxxim ist die Mailboxabfrage mit 8,5 Cent kostenpflichtig.

Solche Faktoren haben wir bei der Berechnung der billigsten Handytarife für die Wenig-, Normal- und Vieltelefonierer berücksichtigt. Anhand dieser Profile kann der Nutzer sein Telefonverhalten überprüfen und den richtigen Tarif für sich wählen.

Für den Wenig- und sogar für den Vieltelefonierer ist der Prepaidtarif von maxxim am günstigsten. Wer rund 30 Minuten im Monat telefoniert, ist hier ab 4,50 Euro dabei. Für 180 Minuten pro Monat liegen die Kosten laut Profil bei 24 Euro. Anders dagegen beim Normaltelefonierer: Bei 90 Minuten ist der Laufzeitvertrag Inklusiv Paket 100 von O2 billiger als der Prepaidtarif von maxxim. Allerdings nur in der Online-Version, hier jedoch mit zusätzlichen 100 Frei-SMS im Monat.

Im Unterschied zu einem Guthabentarif bindet sich der Kunde bei einem Laufzeitvertrag aber für eine bestimmte Zeit, meist zwei Jahre, an das Mobilfunkunternehmen. Findet er ein günstigeres Tarifangebot, kann er den Tarif nicht so schnell wechseln wie bei einem Prepaidangebot. Wählt der Kunde einen Onlinetarif, muss er ihn meist auch online verwalten. Ruft er bei Nachfragen zum gewählten Tarif die Hotline an, zahlt er oft teure Gebühren.

Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig die Tarifangebote, auch wenn es auf den ersten Blick anstrengend erscheint. Wer noch einen älteren Tarif besitzt, kann mit einem Wechsel oft Geld sparen.

Vor dem Wechsel: Beachten

Wer sich für einen neuen Anbieter entschieden hat, sollte Folgendes beachten: Ist der alte Vertrag ein Laufzeitvertrag, muss er fristgerecht gekündigt werden. Wurde die Kündigungsfrist verschlafen, verlängert er sich automatisch bis zu einem Jahr und ist meist vorzeitig nicht auflösbar.

Auch wer seine Rufnummer mitnehmen möchte, sollte sich vorher informieren, ob eine Mitnahme möglich ist. Denn der neue Anbieter ist nicht verpflichtet, die bestehende Nummer zu übernehmen. Falls er es doch tut, können zusätzliche Kosten entstehen. Meist verlangt der alte Anbieter für das „Fremdgehen“ rund 25 Euro. Bei Discountern wie Aldi Talk und Penny Mobil bekommt der Neukunde immer eine neue Nummer. Die Mitnahme ist hier – anders als bei maxxim – nicht möglich.

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