Handystrahlung Meldung

Ob Handystrahlung das Krebsrisiko erhöht, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. In einer neuen Studie haben Forscher der dänischen Krebsgesellschaft keine Hinweise darauf gefunden. Die Epidemiologen ermittelten, wie häufig in den Jahren 1990 bis 2007 in Dänemark Hirntumoren auftraten. Sie stützten sich auf das Krebsregister und die Daten von rund 360 000 Dänen über 30 Jahre, die ab 1982 einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen hatten. Als Vergleichsgruppe diente die übrige dänische Bevölkerung dieser Altersgruppe. Die Wissenschaftler fanden keinen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Krebsrisiko und dem Gebrauch von Handys, auch nicht bei langjähriger Nutzung von mehr als zehn Jahren. Ein eindeutiger Beweis für die Ungefährlichkeit ist die Studie jedoch nicht, denn der Vergleich von Personen mit und ohne Handyvertrag erlaubt letztlich keine Aussagen über die tatsächliche Handynutzung und ihre Folgen. Darüber hinaus könne nicht ausgeschlossen werden, so die Forscher, dass eine intensive Nutzung über einen sehr langen Zeitraum das Risiko eventuell doch erhöhe.

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