Handys und Tarife Test

In den meisten neuen Mobilfunktelefonen steckt mittlerweile eine kleine Digitalkamera. Doch damit allein können die Hersteller nicht mehr genug Kunden locken. Sie werben nun mit integriertem Miniblitz, exotischem Design, eingebauter Spielkonsole oder drehbarer Kamera. Wer ein neues Handy kaufen will, muss sich auch für einen Netzbetreiber und einen Tarif entscheiden. Stiftung Warentest hat 25 Mobilfunktelefone, davon 17 mit Kamera, getestet und unter 600 Handytarifen die günstigsten herausgefunden.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Handys

MfG mit MMS

Die Zeit der SMS ist abgelaufen. Multi-Media-Mails sind angesagt: Fotos mit Text per Handy verschicken. Das wünschen sich jedenfalls die Mobilfunkbetreiber von ihren Kunden. Die Firmen verlangen nämlich für MMS mehr als das Sechsfache: Eine SMS kostet etwa 19 Cent - eine MMS bis zu 1,29 Euro. Damit das lukrative Geschäft mit MMS richtig anläuft, bieten Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2 stark subventionierte „Handycams“ an.

Foto per Mail

Wer die Bilder seinen Freunden zeigen will, braucht aber nicht unbedingt eine MMS zu verschicken. Die meisten Handys haben eine Kabel-, Infrarot- oder Bluetoothschnittstelle. Das heißt: Die Handy-Knipser ziehen einfach ihre Fotos auf PC oder Notebook, um sie dann per E-Mail zu verschicken. Egal auf welchem Weg die Fotos nun ankommen: Die Qualität ist in jedem Fall bescheiden: Die Kameras haben eine maximale Auflösung von 0,3 Megapixel. Richtige Digicams bringen es dagegen auf bis zu 8 Megapixel.

Besser knipsen als sprechen

Unter den 17 getesteten Kamerahandys hat das Klappmodell Sharp GX20 die beste Fotofunktion. Das Gerät kostet allerdings 500 Euro und zählt damit zu teuersten Modellen. Das GX20 hat eine Auflösung von 240 x 320 Pixeln und stellt 65 536 Farben dar. Beim Hauptzweck eines Handys überzeugt es allerdings nicht: In Punkto Telefonieren schneidet das Sharp nicht so gut ab wie seine Konkurrenten.

Spaß mit der Businessklasse

In der Preisklasse bis 400 Euro liegt im Gesamturteil das Nokia 6220 knapp vorn. Dicht gefolgt von den etwa 50 bis 70 Euro billigeren Modellen: LG G7050, Sony Ericsson Z600 und Samsung X600. Innovatives Design bietet das Gerät von Samsung: Sein Objektiv ist im oberen Teil des Handys versteckt und klappt beim Fotoshooting aus. Blitzen kann es dann auch.

„Gutes“ unter 300 Euro

Wer nicht allzu viel für ein Handy mit integrierter Kamera ausgeben will, bekommt auch für 300 Euro schon ordentliche Geräte. Und zwar gleich vier „Gute“: Alcatel OT 735 für 279 Euro, Nokia 3200 für 269 Euro, Siemens MC60 für 289 Euro und Sagem myV-65 für 299 Euro. Die Stärken der vier Handys liegen allerdings in verschiedenen Bereichen: So überzeugt etwa das Alcatel beim Senden und Empfangen von SMS und das Siemens durch eine gelungene Benutzerführung.

Neuer Vertrag, günstiges Handy

Käufer müssen für Mobilfunktelefone nicht immer den vollen Preis bezahlen. Wer einen neuen Vertrag abschließt oder den bestehenden Vertrag verlängert, bekommt ein subventioniertes Handy. Stiftung Warentest zeigt die besten Handytarife im Produktfinder.

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