Handys Test

Wenn es nach den Managern der Mobilfunkbranche geht, hat ein neues Zeitalter begonnen: das Versenden von Bildchen via Handydisplay. Beispiel: Nokia 7650. Eine Digitalkamera ist eingebaut. Die Sprachübertragung funktioniert dagegen nur befriedigend. test zeigt die besten Handys: für Multimediafans und Normaltelefonierer.

26 Handys im Test

Sechsundzwanzig Handys hat die Stiftung Warentest in den vergangenen Wochen getestet. Darunter auch das Nokia 7650 mit eingebauter Digitalkamera. Das Handy fotografiert und verschickt das Bild als Kurznachricht, kurz MMS genannt (Multimedia Messaging Service). T-Mobile und Vodafone (D-Netz) bieten diese Technik bereits an. O2 startet demnächst, E-Plus plant die Einführung zum Jahreswechsel. Auch der Empfänger der Bildnachricht braucht ein MMS-fähiges Handy. Die sind noch rar. Im Test: Nokia 7650, Nokia 3510 und Sony Ericsson T68i. Ebenfalls MMS-fähig, aber noch nicht getestet, ist das Sony Ericsson T300. Andere Handys zeigen statt des Bildes eine SMS mit Kennwort und Link ins Internet. Der Empfänger kann das Foto dann vom PC aus abrufen.

Nachricht mit Bild

Funktioniert und macht Spaß, urteilen die Experten der Stiftung Warentest. Ist aber nicht billig: Der Versand einer Bildnachricht kostet 39 bis 99 Cent – je nach Größe und Funknetz. Ob die neue Multimedia-Funktion wirklich Sinn macht, muss jeder selbst entscheiden. Die Auflösung der Fotos reicht vorerst zum Anschauen. Nicht aber für einen guten Ausdruck auf Fotopapier. Außerdem hat das Fotohandy Nokia 7650 einen gewichtigen Nachteil: Es ist 155 Gramm schwer und kostet stolze 700 Euro. Die Sprachverständlichkeit ist nur befriedigend. Dann vielleicht doch besser klein, leicht, preiswert und schick: Der Testsieger Motorola V66i gewinnt mit der Endnote 2,1 und kostet nur 250 Euro. Zusammen mit einem 24-Monatsvertrag gibt es alle Handys deutlich billiger.

25 Euro für eine Nummer

Die Mobilfunkanbieter subventionieren die Geräte und holen das Geld durch Grundgebühren, Mindestumsätze und Gesprächsgebühren wieder rein. Auch die neuen Bildnachrichten sollen die Kassen klingeln lassen. Die Netzbetreiber haben nichts zu verschenken. Das zeigt auch der Umgang mit einer weiteren neuen Funktion: Seit 1. November können die Kunden ihre alte Rufnummer behalten, wenn sie zu einem neuen Mobilfunkanbieter wechseln. Vorteil: Sie bleiben erreichbar, ohne Freunde oder Geschäftspartner benachrichtigen zu müssen. Das funktioniert auch beim Wechsel in ein anderes Funknetz. Nachteil: Die Anbieter kassieren. Das Mitnehmen der Rufnummer kostet rund 25 Euro bei D1, D2 und E-Plus. O2 berechnet 22,50 Euro.

Über 600 Tarife im Vergleich

Die Stiftung Warentest analysiert Monat für Monat über 600 Handytarife. Holen Sie sich die passende Hitliste für Ihren Typ: Wenig-, Normal-, Viel-, oder Business-Telefonierer. Preis: 2,50 Euro pro Hitliste. Kostenloses Muster: Hitliste Wenigtelefonierer (Stand Dezember 2002).

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