Handykosten im Ausland Special

Zu Ferienbeginn gehen die Kosten für mobiles Telefonieren und SMS aus den EU-Ländern runter. Erstmals hat das Europaparlament eine Obergrenze für mobiles Surfen mit Smartphone oder Tablet-Rechner im Ausland eingezogen. Ab 1. Juli wird ein Megabyte Datenvolumen innerhalb der EU aber immer noch bis zu 83 Cent kosten. test.de informiert über die neuen Gebühren.

Preisobergrenze für mobiles Surfen ab 1. Juli

Bisher müssen Smartphone-Nutzer im Ausland mit gigantischen Preisen für mobiles Datennutzen rechnen. Bis zu 25 Euro verlangen Mobilfunkanbieter für 1 Megabyte (MB) Datenvolumen, wenn Urlauber mit deutscher Sim-Karte in einem ausländischen Netz online gehen. Mit diesen Extrem-Preisen ist ab 1. Juli innerhalb der Europäischen Union Schluss Tabelle. Wer dann irgendwo im EU-Ausland mit seinem Smartphone ins Internet geht, zahlt maximal 83 Cent pro MB. Keine Entwarnung gibt er für die Reiseländer Kroatien, Schweiz, Türkei oder USA. In Ländern außerhalb der EU sind die Datenpreise weiterhin dem Gutdünken der Mobilfunkanbieter überlassen. Achtung: T-Mobile verlangt in allen Guthaben-Tarifen (Prepaid) immer noch 25,80 pro Megabyte von Reisenden in der Schweiz, in der Türkei und den USA. Das gleiche gilt für die T-Mobile-Tochter Congstar im Tarif Prepaid.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrem Anbieter nach, was Sie für das mobile Surfen in Ihrem Reiseland zahlen müssen. Buchen Sie lieber eine Auslandsoption dazu, damit entgehen Sie den Horrorpreisen. Oder schalten Sie Daten-Roaming einfach ab. Und so geht das: Handy sicher machen.

Gesprächsminute kostet nun 34 Cent

Die Höchstgrenzen für Gespräche und SMS im EU Ausland werden ab 1. Juli weiter sinken. Dann kostet ein Anruf nach Deutschland, in ein anderes EU-Land oder im EU-Gastland selbst maximal 34 Cent pro Minute. Bisher zahlen Reisende noch bis zu 41 Cent. Auch für Gespräche, die der Handykunde im Ausland empfängt, muss er zahlen. Die Preis-Obergrenze sinkt dafür ebenso im Sommer – auf 9 Cent in der Minute. Bisher zahlen Besitzer mit deutscher Sim-Karte noch bis zu 13 Cent. Auch die SMS aus dem EU-Ausland wird um 2 Cent billiger und kostet dann höchstens 11 Cent. Neue und alte Beträge sind nach unten gerundet. Die Kosten für Gesprächsminuten außerhalb der EU variieren stark. Bei Telefonica O2 zahlen die Handy-Kunden 54 Cent pro Gesprächsminute aus europäischen Ländern außerhalb der EU. Teuer ist der Anruf bei Netzbetreiber Base in der Option Reisevorteil Plus: 1,99 Euro kostet die Minute für ausgehende Gespräche in der Schweiz, den USA und der Türkei.

Bei rund 60 Euro Datenkosten ist Schluss

Neu ist, dass Unternehmen eine Warnung per SMS an ihre Kunden im Ausland versenden müssen, sobald ihre monatliche Datenroaming-Rechnung der Grenze von knapp 60 Euro nähert. Das gilt ab 1. Juli rund um dem Erdball. Voraussetzung ist, dass das genutzte ausländische Netz die technischen Anforderungen erfüllt. Bisher mussten die Mobilfunkfirmen diese Warnnachricht nur innerhalb der EU versenden. Bei 59,50 Euro wird die Verbindung gekappt – es sei denn, der Kunde entscheidet sich für eine höhere Grenze.
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