Check­liste für den Urlaub

Handy­kosten im Ausland Test

Mit Ihrem Handy können Sie in ganz Europa telefonieren. Im Prinzip sogar welt­weit. Lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen.

1. Handy prüfen

Prüfen Sie, ob Ihr Handy an Ihrem Urlaubs­ziel funk­tioniert.
Drei Voraus­setzungen sind wichtig ...
1. Funk­netz. Im Ziel­land gibt es mindestens ein Funk­netz. Der Betreiber des Funk­netzes hat eine Roaming­ver­einbarung mit Ihrem deutschen Netz­betreiber.
2. Handy. Ihr Handy muss die Funk­frequenzen im Ziel­land verstehen. In Europa kein Problem: Hier funk­tionieren praktisch alle Handys, die in Deutsch­land verkauft werden. Für die USA brauchen Sie ein so genanntes Quadband­handy, das auch auf den amerikanischen Funk­frequenzen 850 und 1 900 MHz funkt. Für Japan brauchen Sie ein UMTS-Handy.
3. Roaming. Ihr Handy - genauer: Ihre SIM-Karte - muss für interna­tionales Roaming frei­geschaltet sein. Das trifft auf die meisten SIM-Karten zu. Einige Guthabenkarten müssen extra frei­geschaltet werden. Die Frei­schaltung ist kostenlos. Fragen Sie bei Ihrem Mobil­funkanbieter in Deutsch­land nach.

2. Adapter kaufen

Prüfen Sie, ob Sie das Ladegerät Ihres Handys im Urlaubs­land nutzen können: Die Netz­spannung muss passen. In Europa kein Problem: Hier beträgt die Netz­spannung allgemein 230 Volt. Plus-minus 10 Prozent. Das gilt auch für die meisten Staaten in Südamerika, Afrika und Asien, sowie in Australien und Neuseeland. Alles was Sie dort brauchen ist gegebenenfalls ein Adapter, damit Ihr Ladegerät in die Steck­dose passt.
Anders in den USA, in Kanada, Mexiko und einigen Staaten im Norden Südamerikas. Hier beträgt die Netz­spannung 110 bis 127 Volt. Die Nenn­frequenz liegt bei 60 Hertz, nicht bei 50 Hertz wie in Europa. Prüfen Sie, ob sich Ihr Ladegerät umstellen lässt. Wenn nicht, kaufen Sie ein passendes Ladegerät, um den Akku Ihres Handys im Urlaub zu laden. Sie brauchen außerdem einen Adapter, der in die Steck­dose des Urlaubs­landes passt. In Japan beträgt die Netz­spannung nur 100 Volt. Hier benötigen Sie ein spezielles Ladegerät.

3. Rufnummern speichern

Speichern Sie wichtige Rufnummern in Ihrem Telefon­buch mit interna­tionaler Vorwahl. Die interna­tionale Vorwahl für Deutsch­land lautet +49. Dann die Netzkenn­zahl oder das Orts­netz ohne führende Null. Beispiel: +49 30 für Berlin, +49 40 für Hamburg oder +49 171 für das Funk­netz. Rufnummern mit interna­tionaler Vorwahl funk­tionieren im Ausland und in Deutsch­land. Das deutsche Funk­netz ignoriert die Länd­erkennung und ergänzt statt­dessen die fehlende Null für die Netzkenn­zahl. Rufnummern ohne interna­tionale Vorwahl funk­tionieren dagegen nur in Deutsch­land.
Wichtig: Wählen Sie stets die Länd­erkennung +49 für Deutsch­land, wenn Sie aus dem Ferien­land nach Deutsch­land telefonieren möchten oder ein deutsches Handy anrufen.

4. Tarif prüfen

Prüfen Sie, was die Gespräche im Urlaubs­land kosten. Einigermaßen günstig sind die Gespräche nur inner­halb der EU. Hier gilt der EU-Tarif (wenn Sie keine andere Option geordert haben): 41 Cent pro Minute für einen Anruf. Der Preis gilt für Anrufe inner­halb des Landes, für Anrufe nach Deutsch­land und für Anrufe in andere Länder der EU. Einge­hende Gespräche kosten den Urlauber 13 Cent pro Minute. Der Versand einer SMS wird ebenfalls mit 13 Cent berechnet, der Empfang ist kostenlos.
Vorsicht bei Daten­verbindungen: Surfen und E-Mails sind meist teuer.

5. Alternativen prüfen

Prüfen Sie Alternativen, wenn Sie oft reisen oder viel surfen. Deutsche Mobil­funkanbieter bieten Optionen für Urlauber oder Geschäfts­reisende. Güns­tige Gesprächs­preise plus Verbindungs­gebühr etwa. Solche Tarife lohnen sich für Vieltelefonierer, die oft und lange telefonieren. Für Kurz­gespräche sind diese Optionen teuer. Bis zur siebten Minute ist der EU-Tarif güns­tiger. Zum Surfen gibt es Wochenflatrates im Ausland. Insgesamt sind diese Optionen aber meist teuer.
Billiger sind folgende Alternativen.

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