Kostenfalle Funk­netz

Handy­kosten im Ausland Test

In Europa gilt ein Einheits­preis für alle Netze: Der EU-Tarif. Er ist über­sicht­lich und klar. T-Mobile, E-Plus und o2 orientieren sich heute daran. Sie bieten einen Preis pro Land. Anders bei Vodafone D2. Hier hängt der Preis vom Funk­netz ab. test.de sagt, wie Sie das güns­tigste Netz finden.

In Europa nur ein Preis

Kaum ein Land auf der Erde, in dem es nicht mehrere Funk­netze gibt. In Deutsch­land sind es beispiels­weise vier: T-Mobile D1, Vodafone D2, E-Plus und o2. Jeder Netz­betreiber hat wiederum Partner im Ausland. Vor ein paar Jahren unterschieden sich die Roaming-Preise noch von Netz zu Netz. Wer sparen wollte, musste die güns­tigen Netze kennen und sich gezielt dort einbuchen. In Europa ist diese Mühe jetzt über­flüssig. Der EU sei Dank.

T-Mobile, E-Plus und o2 pauschal

T-Mobile, E-Plus und o2 haben sich daran orientiert: Sie bieten endlich Pauschal­preise an. Zumindest Land für Land. Unabhängig davon, welches Funk­netz der Urlauber im Urlaubs­land nutzt. Fazit: Wer über T-Mobile, E-Plus, o2 oder seine Provider telefoniert, muss sich nur einen Preis merken: den für sein Urlaubs­land.

Vodafone unterscheidet

Vodafone dagegen unterscheidet zwischen Part­nernetzen und fremden Netzen. Ganz wie früher. Gespräche über fremde Netze sind deutlich teurer. Wer sparen will, muss sich gezielt in das Part­nernetz einbuchen. Dazu müssen Sie vor der Reise bei Vodafone klären, mit welchem Partner Vodafone im Urlaubs­land koope­riert.
Infos: Vodafone D2 Roaming Länder

Aufpreis 30 Cent

In der Türkei gibt es beispiels­weise drei Funk­netze - AVEA, Turkcell und Vodafone. Ein Gespräch über das türkische Vodafone-Netz kostet für deutsche Vodafone-Kunden 1,53 Euro pro Minute. Für ein Gespräch über die anderen Funk­netze verlangt Vodafone 30 Cent mehr. Preis über AVEA oder Turkcell: 1,83 Euro pro Minute.

Netz manuell wählen

Nicht jedes Netz ist über­all im Land verfügbar. Manchmal hat der Vodafone-Kunde keine Wahl und muss über ein fremdes Netz telefonieren. Oft stehen aber mehrere Netze zur Wahl. Die meisten Handys buchen sich dann auto­matisch in das stärkste Funk­netz ein. Das muss nicht das Part­nernetz sein. Wer sparen will, wählt das Netz manuell.

So wählen Sie das Funk­netz

Das Funk­netz stellen Sie direkt im Urlaubs­land ein. Die Bedien­schritte hängen vom Handy ab. Hier zwei Beispiele. Bei anderen Handys funk­tioniert die Netz­wahl ähnlich. Ein Blick in die Bedienungs­anleitung hilft Ihnen weiter.

So funk­tioniert die Netz­wahl bei Nokia Handys

1. Klicken Sie im Hand­ymenü Einstel­lungen auf Telefon.
2. Wählen Sie den Befehl „Betreiber­auswahl“
3. Wählen Sie die Option „manuell“ (statt auto­matisch). Das Handy sucht nun alle verfügbaren Netze und listet sie auf. Dieser Vorgang kann ein paar Minuten dauern.
4. Wählen Sie das gewünschte Funk­netz. Bevor­zugen Sie dabei ggf. das Part­nernetz Ihres deutschen Mobil­funkanbieters.
5. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit „Auswahl“. Fertig.

So funk­tioniert die Netz­wahl bei Siemens Handys

1. Klicken Sie im Hand­ymenü Einstel­lungen auf Netz.
2. Deaktivieren Sie die Option „Auto­matische Netz­wahl“, indem Sie das Häkchen an der Option entfernen.
3. Suchen Sie das gewünschte Netz im Menü­punkt „Netz wählen“
4. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit „Auswahl“. Fertig.

Auto­matische Netz­wahl

Wenn Sie nicht wissen, welches Netz Sie auswählen sollen, wählen Sie die Option „Auto­matische Netz­wahl“. Ihr Handy bucht sich dann auto­matisch in das stärkste verfügbare Funk­netz ein. Die Option ist komfortabel, hilft aber nicht sparen. Durch die Option „Auto­matische Netz­wahl“ verliert Ihr Handy möglicher­weise den Kontakt zum Part­nernetz Ihres Mobil­funkanbieters und Sie telefonieren teurer über ein fremdes Netz.

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