Handy im Urlaub Meldung

Zum Reisegepäck gehört für viele Urlauber auch das Handy. Gerade für Jugendliche. Ist ja auch eine praktische Sache: Reisende können damit nicht nur telefonieren, sondern auch SMS verschicken oder gleich Fotos vom Traumstrand per MMS an die Lieben daheim senden. Doch das alles kann ein teurer Spaß werden. Selbst der Empfang von Anrufen im Ausland kostet Geld. Stiftung Warentest sagt, wie Sie die Kosten senken können.

Telefongebühren bei Anruf

Damit Reisende unter ihrer gewohnten Nummer erreichbar sind, haben die deutschen Netzbetreiber mit den ausländischen Anbietern Verträge geschlossen. Ruft jemand aus Deutschland ein Handy in Spanien an, zahlt er nur die Kosten für ein innerdeutsches Handytelefonat. Der angerufene Urlauber muss aber auch zahlen. Er trägt die Gebühren für die Nutzung des spanischen Netzes (Roaming), das den Anruf an sein Handy weiterleitet.

Beispiele:

  • E-Plus-Kunden mit Vertragshandy, die im europäischen Ausland einen Anruf annehmen, zahlen etwa 55 Cent pro Minute. In Australien und Asien sind es sogar 1,50 Euro.
  • Selbst anzurufen ist natürlich noch um einiges teurer: Ein Handyanruf von bis zu 60 Sekunden aus Spanien nach Deutschland kostet E-Plus-Kunden zu jeder Tageszeit mindestens 1,17 Euro.

Kostenfalle Mailbox

Zur Kostenfalle kann die Mailbox werden: Das Weiterleiten des Anrufs an den Urlaubsort kostet Gebühren. Ist der Reisende nicht erreichbar, geht der Anruf zurück auf die Mailbox im deutschen Mobilfunknetz. Auch das kostet wieder. Hört der Handybesitzer die Box später ab, zahlt er zum dritten Mal. Urlauber können ihr Handy aber auch vor Reiseantritt so einstellen, dass alle Anrufe direkt auf der Mailbox landen. Telefonate gelangen dann gar erst nicht ins Ausland. Zum Reiseort dringen nur SMS durch.

Manuelle Netzwahl ist billiger

Bei Reisenden piepst das Handy sofort, wenn sie im ­Urlaubsland ankommen. Sie erhalten vom Netzpartner ihres Mobilfunkunternehmens eine Begrüßungs-SMS. Das Piepsen bedeutet auch, dass sich das Handy automatisch ein Netz vor Ort gesucht hat. Das automatisch eingebuchte Netz ist jedoch nicht immer das billigste. Oft können Urlauber günstigere Netze manuell einstellen. Doch je nach Tageszeit manuell immer das ­billigste Netz auszusuchen, ist mühsam. Einige Netzbetreiber bieten ihren Vertragskunden daher für beliebte Länder Einheitspreise an.

Beispiel

  • Ein T-Mobile-Kunde mit dem Pauschaltarif „WorldClass“ kann ab 89 Cent pro Minute zu jeder Tageszeit aus über 24 europäischen Ländern und den USA in Deutschland anrufen. Dennoch: In der Regel ist es billiger, manuell das günstigste Netz suchen. Nur wer viel tagsüber telefoniert, ist mit dem Einheitstarif meist gut bedient.

Keine Netzwahl bei Prepaid

Besitzer eines Handys mit Guthabenkarte (Prepaidhandy) haben meist keine Netzwahl. Sie zahlen im Ausland einen teuren Einheitstarif. Vodafone-Kunden mit Guthabenkarte können sich allerdings in vielen Ländern in ein örtliches Vodafone-Netz einbuchen. Sie sparen so gegenüber den anderen verfügbaren Netzen rund 50 Cent pro Telefoneinheit. Wer länger im Ausland bleibt, kommt meist günstiger weg, wenn er eine ausländische Prepaidkarte vor Ort kauft.

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