Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, bekommt einen Punkt in Flensburg und muss ein Bußgeld von 60 Euro zahlen. In Ausnahme­fällen kann der Auto­fahrer sogar mit einem Fahr­verbot belegt werden. Das ist möglich, wenn sich das Vergehen in eine Kette mehrerer Gesetzes­verstöße einreiht. Ein Auto­fahrer war bereits zum dritten Mal inner­halb von weniger als drei Jahren mit dem Handy am Steuer erwischt worden. Zudem hatte er in der Zwischen­zeit zwei Straf­mandate kassiert, weil er jeweils 22 Kilo­meter schneller gefahren war als erlaubt. Das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 1 RBs 138/15) bestätigte das von der Vorinstanz verhängte Fahr­verbot. Die Richter werteten die fünf Verkehrs­verstöße als beharr­liche Pflicht­verletzung, die ein einmonatiges Fahr­verbot recht­fertige. Der Auto­fahrer habe durch sein Verhalten erkennen lassen, dass es ihm an der notwendigen Einsicht mangele, sich an die Verkehrs­regeln zu halten.

In einem anderen Fall hatte das OLG Hamm entschieden, dass Fahrer von Autos mit Start-Stopp-Auto­matik vor einer roten Ampel das Handy benutzen dürfen, wenn der Motor aus ist. Siehe unsere Meldung Handy am Steuer: Bei Start-Stopp-Automatik erlaubt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.