Handy-Verträge

Zero Rating – Streaming-Freiheit

11.01.2020

Handy-Verträge Testergebnisse für 24 Jugend-und Studenten-Mobil­funk­tarife 01/2020

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Handy-Verträge - Handy-Tarife für junge Smartphone-Fans
Die Spezial­tarife sind nicht ­un­bedingt billig, teils aber ­leistungs­stark. © Getty Images

Zu den Inno­vationen der letzten Jahre bei Mobil­funk­tarifen gehören die Zero-Rating-Optionen, die an Lauf­zeit­verträge gekoppelt sind. Zero Rating heißt: Wenn ein Kunde Musik oder Videos ausgewählter Partner streamt, Spiele spielt oder chattet, wird der Daten­verbrauch nicht auf sein Monats­volumen ange­rechnet.

Nur zwei Anbieter in Deutsch­land

Zero Rating wird hier­zulande nur von der Telekom und von Vodafone angeboten. Bei der Telekom nennt sich das Zero Rating „StreamOn“, bei Vodafone „Pass“. Beide Mobil­funkanbieter koope­rieren mit Dutzenden Unternehmen wie Netflix, Spotify, Instagram, Whatsapp und Facebook.Unbe­schränkten Zugriff auf diese Angebote haben Kunden nicht. Sie müssen zunächst fest­legen, welche sie mit Zero Rating nutzen wollen. Kunden können bei Vodafone zwischen „Gaming Pass“, „Music Pass“, „Social Pass“, „Chat Pass“ und „Video Pass“ wählen, bei Telekom zwischen „Music“, „Music & Video“, „Social & Chat“ und „Gaming“.

Tarife wurden angepasst

Zero-Rating-Optionen standen bereits in der Kritik. Der Vorwurf: Die Nutzung war nur in Deutsch­land vorgesehen, nicht im EU-Ausland. Außerdem hatte die Telekom bei einigen Tarifen das Video­streaming auf maximal 1,7 Megabit pro Sekunde beschränkt – zu wenig, um Videos in HD-Qualität zu gucken. Die Bundes­netz­agentur sah einen Verstoß gegen die in der EU vorgeschriebene Netz­neutralität und klagte gegen die Telekom. Der Verbraucherzentrale Bundes­verband zog gegen Vodafone vor Gericht. Neben dem Vorwurf, dass die Tarife nicht EU-weit gelten, ging es um irreführende Werbung. Beide Klagen gegen die Mobil­funkanbieter waren erfolg­reich, die Tarife wurden angepasst.

Noch immer Einschränkungen

Es gibt bei den aktuellen Zero-Rating-Angeboten einen neuen Haken: Das Öffnen von externen Links und Werbeclips wird auf das Daten­volumen ange­rechnet. Für Kunden kann es bei dieser Praxis schwierig sein, ihren Daten­verbrauch im Blick zu behalten.

11.01.2020
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