Handy-Verträge

Zero Rating – Streaming-Freiheit

Handy-Verträge Testergebnisse für 24 Jugend-und Studenten-Mobil­funk­tarife 01/2020

Inhalt
Handy-Verträge - Handy-Tarife für junge Smartphone-Fans
Die Spezial­tarife sind nicht ­un­bedingt billig, teils aber ­leistungs­stark. © Getty Images

Zu den Inno­vationen der letzten Jahre bei Mobil­funk­tarifen gehören die Zero-Rating-Optionen, die an Lauf­zeit­verträge gekoppelt sind. Zero Rating heißt: Wenn ein Kunde Musik oder Videos ausgewählter Partner streamt, Spiele spielt oder chattet, wird der Daten­verbrauch nicht auf sein Monats­volumen ange­rechnet.

Nur zwei Anbieter in Deutsch­land

Zero Rating wird hier­zulande nur von der Telekom und von Vodafone angeboten. Bei der Telekom nennt sich das Zero Rating „StreamOn“, bei Vodafone „Pass“. Beide Mobil­funkanbieter koope­rieren mit Dutzenden Unternehmen wie Netflix, Spotify, Instagram, Whatsapp und Facebook.Unbe­schränkten Zugriff auf diese Angebote haben Kunden nicht. Sie müssen zunächst fest­legen, welche sie mit Zero Rating nutzen wollen. Kunden können bei Vodafone zwischen „Gaming Pass“, „Music Pass“, „Social Pass“, „Chat Pass“ und „Video Pass“ wählen, bei Telekom zwischen „Music“, „Music & Video“, „Social & Chat“ und „Gaming“.

Tarife wurden angepasst

Zero-Rating-Optionen standen bereits in der Kritik. Der Vorwurf: Die Nutzung war nur in Deutsch­land vorgesehen, nicht im EU-Ausland. Außerdem hatte die Telekom bei einigen Tarifen das Video­streaming auf maximal 1,7 Megabit pro Sekunde beschränkt – zu wenig, um Videos in HD-Qualität zu gucken. Die Bundes­netz­agentur sah einen Verstoß gegen die in der EU vorgeschriebene Netz­neutralität und klagte gegen die Telekom. Der Verbraucherzentrale Bundes­verband zog gegen Vodafone vor Gericht. Neben dem Vorwurf, dass die Tarife nicht EU-weit gelten, ging es um irreführende Werbung. Beide Klagen gegen die Mobil­funkanbieter waren erfolg­reich, die Tarife wurden angepasst.

Noch immer Einschränkungen

Es gibt bei den aktuellen Zero-Rating-Angeboten einen neuen Haken: Das Öffnen von externen Links und Werbeclips wird auf das Daten­volumen ange­rechnet. Für Kunden kann es bei dieser Praxis schwierig sein, ihren Daten­verbrauch im Blick zu behalten.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.09.2020 um 14:38 Uhr
Fehlende Anbieter im Vergleich

@Carstennenner: Unsere Untersuchung richtete sich hier speziell nur auf Jugendtarife. Eine Aufstellung von Supermarkt-Tarifen finden Sie hier: www.test.de/Surfen-und-telefonieren-Die-besten-Handytarife-aus-dem-Supermarkt-5107212-0/
(DB)

Carstennenner am 26.09.2020 um 16:36 Uhr
Fehlende Anbieter im Vergleich

Gut gemeinter Test aber es fehlen aus meiner Sicht die ganzen günstigen Alternativen
von Aldi, Lidl und Co um wirklich etwas damit anfangen zu können.

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.01.2020 um 09:35 Uhr
Anbieter

@ThomasGrube: Wie in der Überschrift und im einleitenden Satz erwähnt, haben wir uns hier nur auf Jugend- und Studententarife beschränkt. Günstige Tarife von (Dritt-) Anbietern haben wir hier unter die Lupe genommen: www.test.de/Surfen-und-telefonieren-Die-besten-Handytarife-aus-dem-Supermarkt-5107212-0/. Vielleicht ist dies auch interessant für Sie:
www.test.de/Handy-mit-oder-ohne-Vertrag-Was-guenstiger-ist-Paket-oder-Einzelloesung-4533010-0/. (DB)

ThomasGrube am 18.01.2020 um 04:45 Uhr
Da fehlen Anbieter

Leider wird nur Vodafone Telekom O2 mehr nicht was ist mit Blau.de und anderen zweit Anbietern oder EWE Tel für mich ist es ein Test der sich für 1,50€ nicht gelohnt hat schade hatte mehr erhofft als das was hier geboten wird.Was schön währe ob es Rabatte gibt wie für Frührentner oder Sozial Tarife nur Teure Tarife werden gezeigt das habe ich bei Google auch gefunden Kostenlos allerdings

LeniAddi am 17.01.2020 um 10:50 Uhr
Bitte verantwortungsvoll nutzen

Ich finde es gut, dass ein Beitrag verfasst wird, der auf den Vergleich der Smartphone-Veträge hinweist. Dennoch sollte auch einmal darauf hingewiesen werden, wie das Smartphone die Gesellschaft in den letzten jahren verändert hat. Und wenn ich in die Bahn schaue, wo ein gefühlter Drittel aller Fahrgäste nur noch auf den Bildschirm schaut, so frage ich mich, wie sinnvol das Smartphone ist.