Handy-Tipps für Jugendliche Meldung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat eine Mobilfunk-Broschüre speziell für Jugendliche erarbeitet. Erklärt wird, wie Handys und Mobilfunk funktionieren. Wichtiger Punkt: Die elektromagnetischen Wellen, mit denen SMS-Nachrichten und Gespräche übertragen werden, stehen unter dem Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Weil der Körper von Kindern und Jugendlichen sich noch in der Entwicklung befinde, könne er besonders empfindlich reagieren. Die Behörde empfiehlt, die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Handys mit geringer Strahlung

Einer der Tipps der Behörde: Kinder und Jugendliche sollten Handys verwenden, bei denen der Kopf beim Telefonieren einer möglichst geringen Strahlung ausgesetzt ist. Maß für die Strahlungsbelastung ist der Wert für die so genannte spezifische Absorptions-Rate (SAR). Er gibt an, wie viel Energie der Organismus bei Verwendung eines bestimmten Handys aufnimmt. Gut sind Handys mit möglichst geringem SAR-Wert. Nach Auffassung der Behörde sollte er bei höchstens 0,6 Watt pro Kilogramm liegen. Gesetzlich zulässig sind bis zu 2,0 Watt pro Kilogramm. Der SAR-Wert muss in der Bedienungsanleitung genannt sein. Außerdem hält das BfS eine Liste mit den SAR-Werten der meisten Handy-Modelle bereit.

Rätsel um Risiko

Ob und wie gefährlich Mobilfunkwellen für Menschen sind, ist nach wie vor unklar. Es gibt keinen Beweis dafür, das die elektromagnetischen Wellen bei Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte gefährlich sind. Umgekehrt ist aber auch nicht bewiesen, dass die Mobilfunkstrahlen stets unbedenklich sind. Diskutiert wird über Risiken von Kopfschmerzen bis hin zu Gehirnblutungen und Krebserkrankungen.

Unnötige Gefahren vermeiden

Das BfS empfiehlt, die Belastung mit Mobilfunk-Wellen so gering wie möglich zu halten. In der Broschüre für Jugendliche geben die Beamten detaillierte Tipps. Hier in Kurzform die wichtigsten Empfehlungen:

  • Standort. Vermeiden Sie möglichst Handy-Gespräche an Orten mit schlechtem Empfang. Um das Gespräch trotzdem möglichst störungsfrei zu übertragen, erhöhen Handys in solchen Situationen die Sendeleistung. Dadurch steigt die Belastung. Wie gut der Empfang ist, lässt sich im Display des Handys ablesen.
  • Headset. Verwenden Sie möglichst Headsets. Die Strahlung geht von der Antenne des Handys aus. Je weiter sie vom Kopf entfernt ist, desto geringer ist die Belastung. Schon ein zusätzlicher Meter verringert die Strahlenbelastung auf einen Bruchteil des SAR-Wertes beim normalen Telefonieren.
  • Wahl. Nehmen Sie das Handy erst ans Ohr, wenn die Verbindung steht. Beim Wählen ist die Sendeleistung von Handys am höchsten. Anschließend wird sie je nach Empfangssituation automatisch reduziert.
  • SMS. Verschicken Sie nach Möglichkeit besser SMS. Auch dabei ist das Handy weit genug vom Kopf entfernt.

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