Rechenbei­spiel für Laptop, Telefon und Internet: 800 Euro beim Finanz­amt abge­rechnet

Ilka Bauer arbeitet als Zeitungs­redak­teurin und schreibt viel zuhause an ihrem privaten Laptop. Ihr Chef bescheinigt ihr, dass sie ihren Rechner und ihr Smartphone beruflich nutzen muss. Das Handy aus dem Jahr 2008 ist bereits abge­schrieben. Den Laptop hat Bauer im März 2012 gekauft.

Neuer Laptop

Mit einem PC-Fahrten­buch weist Bauer nach, dass sie den Laptop kaum – weniger als 10 Prozent – privat nutzt. Die Kosten schreibt sie über 36 Monate verteilt ab. In der Steuererklärung für 2012 setzt sie den ersten Teil als Werbungs­kosten in der Anlage N an.

Werbungs­kosten für Laptop-Kauf

Preis des Laptops: 1 200 Euro
Verteilt auf 3 Jahre Nutzung:   400 Euro
Abschreibung bei Kauf im März 2012 (10/12 von 400 Euro):   333 Euro

Würde die Redak­teurin den Laptop nur zu 70 Prozent beruflich nutzen, könnte sie nur 70 Prozent abschreiben, das wären im ersten Jahr 233 Euro (70 Prozent von 333 Euro).

Verbindungs­kosten

Zuhause hat Ilka Bauer eine Internet- und Telefonpauschale ins deutsche Fest­netz für 30 Euro monatlich, für ihr Smartphone hat sie eine weitere Pauschale für 30 Euro im Monat. Mit dem Einzeln­achweis ihres Anbieters dokumentiert sie berufliche und private Gespräche. Zudem führt sie ein Internet­tagebuch, das zeigt, auf welchen Seiten sie beruflich wie lange unterwegs war. Die Musterdokumentation über drei Monate zeigt, dass sie daheim zu 80 Prozent beruflich telefoniert und surft und ihr Smartphone zu 50 Prozent beruflich nutzt.

Werbungs­kosten für Telefon und Internet

Internet- und Fest­netzpauschale(80 Prozent von 12 x 30 Euro): 288 Euro
Smartphone-Pauschale (50 Prozent von 12 x 30 Euro): 180 Euro
Verbindungs­kosten für 2012: 468 Euro

Will Bauer nicht über drei Monate nach­weisen, welche Kosten privat und welche beruflich veranlasst sind, kann sie nur 20 Prozent der Verbindungs­kosten, maximal 20 Euro pro Monat, absetzen. Das sind dann nur 144 Euro (20 Prozent von 720 Euro).

Die 801 Euro für Laptop und Verbindungs­kosten bringen Bauer bei einem Grenz­steu­ersatz von 35 Prozent rund 280 Euro Erstattung. Die 1 000-Euro-Pauschale für Werbungs­kosten schöpft sie schon mit Fahrt­kosten aus.

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