Der Handykonzern T-Mobile muss sicherstellen, dass Post mit Sim-Karten und Zugangsdaten wie der persönlichen Identifikationsnummer (Pin) nicht in falsche Hände gerät. Sonst haftet er für Schäden. Das hat das Landgericht Rottweil im Falle eines Kunden entschieden, von dem T-Mobile fast 5 500 Euro Telefongebühren verlangt hatte (Az. 1 O 26/04).

Der Kunde hatte eine zweite Karte samt Pin, eine Combi-Card, bestellt und T-Mobile hatte beides gemeinsam per Post verschickt. Beim Kunden kam die Sendung nicht an.

Der Zusteller hatte sie dessen Frau gegen Unterschrift übergeben. Die aber hatte Böses im Sinn: Sie hatte sich von ihrem Mann getrennt und telefonierte munter auf seine Kosten.

Der Mann muss die Rechnung jedoch nicht bezahlen. T-Mobile hat nach Ansicht des Gerichts „jegliche einen Missbrauch verhindernde Kontrolle vermissen lassen“, obwohl das Risiko offensichtlich sei.

T-Mobile erklärt, dass CombiCards weiterhin gemeinsam mit der Pin verschickt würden. Man werde das aber möglicherweise ändern. Erst-Karten würden immer sicher versandt.

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