Handy-Klingeltöne Meldung

Haben Kinder eine hohe Telefonrechnung, sollten Eltern diese auf 0 190er-Nummern prüfen.

Anbieter von Handy-Klingeltönen dürfen in Jugendzeitschriften wahrscheinlich bald nicht mehr für das Herunterladen über eine 0 190er-Nummer werben. Verbraucherschützer wollen solche Werbung überprüfen und wenn nötig dagegen rechtlich vorgehen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat bereits etwas erreicht: Die INA Germany AG darf nach einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg in der Zeitschrift „Bravo Girl“ nicht mehr wie bisher für das Herunterladen von Klingeltönen, Logos, Sounds oder Ähnlichem werben (Az. 5 U 97/02, nicht rechtskräftig). Diese können Kinder mit einem Anruf für 1,86 Euro pro Minute auf ihr Handy laden. Der Minutenpreis sage aber nichts darüber aus, wie lange das Herunterladen des Klingeltons dauert, und somit auch nichts über die Gesamtkosten, befanden die Richter. Das sei gegenüber Minderjährigen sittenwidrig und verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Diese Werbung nutze die Unerfahrenheit der Kinder und Jugendlichen zu gewerblichen Zwecken aus.

Tipp: Hat Ihr Nachwuchs eine hohe Telefonrechnung, sollten Sie diese kritisch auf angewählte 0 190er-Nummern prüfen und sich in einer Verbraucherzentrale beraten lassen. Beschweren können Sie sich bei der Freiwilligen Selbst­kontrolle Telefonmehrwertdienste e. V. (FST), Telefon 0 180 5/78 33 78 (12 Cent pro Minute) oder aber per E-Mail: ­info@fsg-ev.org.

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