Handy-Abofallen Meldung

Hat nun Dritt­anbieter für sein Handy gesperrt: Dang Chau Lam.

Nichts per Handy bestellt und doch geht von der monatlichen Handy­rechnung Geld für ein Abo ab. Weiterhin beklagen sich Finanztest-Leser über Abofallen. So auch Dang Chau Lam. Dem 69-jährigen Diplom­ingenieur im Ruhe­stand stellte sein Mobil­funk­unternehmen Mobilcom-Debitel auf zwei Handy­rechnungen knapp 35 Euro für die „Nutzung Sonder­dienste Dritt­anbieter“ in Rechnung.

Kunden­beschwerde zunächst erfolg­los

Als sich Lam bei Mobilcom-Debitel beschwerte, veranlasste das Unternehmen zwar die Kündigung der gegen­über Lam nicht benannten „Dienste“ beim Dritt­anbieter Mobile4Fun. Sie weigerte sich aber, ihm das abge­buchte Geld zu erstatten.

Nach Finanztest-Anfrage „aus Kulanz“ Geld zurück

Erst als Finanztest sich einschaltete, bekam Lam sein Geld zurück. „Aus Kulanz“, wie uns Mobilcom-Debitel mitteilte. Lam habe per Button zahlungs­pflichtig bestellt. Unser Leser bestreitet das. Weder der Tele­kommunikations­dienst­leister Mobilcom-Debitel noch der Dritt­anbieter Mobile4Fun konnte ihm auf Nach­frage sagen, was er angeblich genau abonniert hat. Mobilcom-Debitel teilte dem Kunden mit: „Der Anbieter über­mittelt aus daten­schutz­recht­lichen Gründen ausschließ­lich den Betrag, nicht aber, welche Leistungen im Einzelnen genutzt wurden.“ Mobile4Fun zählte lediglich beispielhaft Dienste auf wie „lustige Videos“.

Dritt­anbieter­sperre einrichten

Was genau auf dem Bestell­button stand, teilte der Dritt­anbieter dem Handy-Nutzer ebenfalls nicht mit. Auch hier erwähnte er lediglich Beispiel­aufschriften wie „Abo kaufen oder zahlungs­pflichtig bestellen“. Immerhin wies die Firma Lam auf die Dritt­anbieter­sperre hin, „um kosten­pflichtige Dienste von Dritt­anbietern in Zukunft zu vermeiden“. Genau das hat Lam dann auch getan.

Tipp: Wie Sie sich wehren können, erfahren Sie in unserem Special Gewusst wie: Drittanbieter sperren.

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