Handy Abofalle Meldung

Hildegard Wolfs­perger Erdmann ließ sich nicht einschüchtern.

Fast zwei Jahre lang schickte Mobilcom-Debitel der Kundin Hildegard Wolfs­perger Erdmann Mahnungen, sperrte den Handy­anschluss, beauftragte einen Inkasso­dienst. Dies alles, weil Wolfs­perger Erdmann Kosten für nicht näher bezeichnete Leistungen von Dritt­anbietern, beispiels­weise angeblich abonnierte Spiele, nicht zahlen wollte. „Ich habe nichts bestellt und auch nichts bekommen“, sagt Wolfs­perger Erdmann. Im Laufe des Streits sperrte Mobilcom-Debitel den Anschluss. Wolfs­perger Erdmann stellte die Zahlung ein. Inklusive „Schaden­ersatz“ verlangte das von Mobilcom-Debitel beauftragte Inkassounternehmen am Schluss 947,16 Euro. Dann zeigte die Firma zunächst „Vergleichs­bereitschaft“ und reduzierte die Forderung auf glatte 900 Euro. Wolfs­perger Erdmann blieb hartnä­ckig. Das lohnte sich: Mobilcom-Debitel verzichtete auf die Forderung.

Tipp: Bei unbe­rechtigten Forderungen sollten Sie beim Dritt­anbieter schriftlich wider­sprechen. Schi­cken Sie eine Kopie dieses Briefes per Einschreiben mit Rück­schein an Ihre Mobil­funk­firma und teilen Sie ihr mit, dass kein Vertrag zustande gekommen ist. Fordern Sie sie auf, das Geld für die unbe­rechtigte Forderung inner­halb von zwei Wochen zurück­zubuchen. Reagiert sie nicht, sollten Sie die Last­schrift über die Bank zurück­holen lassen und nur das Geld für die tatsäch­liche Mobil­funk­leistung über­weisen.

Leser­aufruf

Welche Erfahrungen haben Sie mit Dritt­anbietern? Wie hat sich Ihre Mobil­funk­firma verhalten? Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail handystress@stiftung-warentest.de.

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