Handwerkerrechnung Zu früh saniert

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Ein Ehepaar, das im Jahr 2003 die Außenfassade seines Hauses sanieren ließ, kann die Handwerkerkosten nicht absetzen: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass der Anstrich der Fassade damals nicht zu den steuerlich begünstigten haushaltsnahen Dienstleistungen gehörte (Az. VI R 77/05).

Bis Ende 2005 konnten Steuerzahler nur Ausgaben für einfache Arbeiten im Haushalt wie die Reinigung der Wohnung, Gartenpflege oder Ausgaben für Schönheitsreparaturen absetzen. Die Sanierung der Fassade gehörte nicht dazu, entschieden die Richter.

Heute hätte das Paar bessere Chancen, einen Steuerbonus für die sanierte Fassade zu bekommen, denn seit 2006 berücksichtigt das Finanzamt auch die Ausgaben für solche Handwerkerleistungen. 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten des Dienstleisters – maximal 600 Euro – zieht es direkt von der Steuerschuld ab.

Tipp: Verlangen Sie von Handwerkern eine detaillierte Rechnung, in der Arbeits- und Materialkosten separat aufgelistet werden. Sonst erkennt das Finanzamt die Ausgaben nicht an, da der Steuerbonus nicht für Materialkosten gilt.

Die Rechnung dürfen Sie nicht in bar begleichen. Das Finanzamt verlangt als Nachweis neben der Rechnung den Überweisungsbeleg der Bank.

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