Hand­werk­erleistungen Meldung

1 200 Euro Steuerersparnis gibt es nur, wenn die Arbeiten tatsäch­lich zu Hause erledigt wurden.

Wer Hand­werk­erkosten steuer­wirk­sam abziehen will, muss die Arbeiten in seinem Haushalt erbringen lassen. Das bestätigte in einem neuen Urteil das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. 1 K 1252/16).

Der Fall

Geklagt hatte ein Ehepaar, das einem Raum­ausstatter zwei Sofas und einen Sessel zum Aufpols­tern gab. Der Hand­werker holte die Sitz­gruppe ab und bezog die Möbel in seiner etwa vier Kilo­meter entfernt gelegenen Werk­statt. Für die Rechnung über rund 2 600 Euro beantragte das Paar Steuerermäßigung. Weil die Leistung aber nicht „im“ Haushalt der Kläger erbracht wurde, lehnte das Finanz­amt ab.

Leistungs­ort entscheidend

Zu Recht, bestätigte das Gericht. Die strikte Unter­teilung in „häuslich“ und „außerhäuslich“ führe zwar dazu, dass es allein vom Leistungs­ort abhänge, ob eine Tätig­keit steuer­begüns­tigt sei. Das habe der Gesetz­geber aber bewusst in Kauf genommen, so die Richter in ihrer Begründung.

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