Hand­werk­erkosten Meldung

Haus­besitzer dürfen Kosten für Hand­werker ausnahms­weise für Arbeiten außer­halb des Grund­stücks geltend machen. Das hat das Finanzge­richt Berlin-Brandenburg für ein Ehepaar entschieden, dessen Haus an die zentrale Wasser­versorgung ange­schlossen wurde. Vorher erhielten sie Wasser über einen Brunnen. Das Amt wollte nur die Kosten für Arbeiten auf ihrem Grund­stück akzeptieren. Doch auch die Arbeiten auf der Straße zählen. Außen vor bleiben Material­kosten. Da sie nicht extra ausgewiesen waren, schätzten die Richter die Arbeits­kosten auf 60 Prozent der Anschluss­beiträge. Das Finanz­amt muss 973 Euro anerkennen (Az. 7 K 7310/10).

Das bringt dem Ehepaar 195 Euro Steuer­abzug (20 Prozent von 970 Euro). Endgültig muss der Bundes­finanzhof entscheiden (Az. VI R 56/12).

Tipp: Rechnen Sie Ihre kompletten Erschließungs­kosten ab. Bis zu 6 000 Euro für Lohn-, Fahrt- und Maschinen­kosten im Jahr sind anerkannt. Lehnt die Behörde ab, legen Sie Einspruch ein und verweisen auf das anhängige Verfahren. Die Kosten für den Erst­anschluss eines neuen Hauses sind aber nicht begüns­tigt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1 Nutzer findet das hilfreich.