Hand­werker zu Hause Wer mithilft, macht es auf eigenes Risiko

23.06.2016

Wer Hand­werker zu Hause hat und kurz mithilft, muss aufpassen. Falls etwas passiert, zahlt die gesetzliche Unfall­versicherung nicht. Eine Frau hatte neue Dielenbretter für die Terrasse bestellt und beim Ausladen geholfen. Ein Stapel fiel ihr auf den Fuß. Sie musste im Kranken­haus behandelt werden, wo sie vier Wochen später an einer Lungen­embolie starb. Der Witwer beantragte bei der Berufs­genossenschaft Hinterbliebenenrente. Zunächst gab ihm das Sozialge­richt recht. Seine Frau sei als sogenannte Wie-Beschäftigte der Firma tätig geworden. Doch die Berufs­genossenschaft ging in Berufung und gewann. Wer als Auftrag­geber mithilft, handelt vorwiegend in eigenem Interesse, urteilte das Bayerisches Landes­sozialge­richt (Az. L 2 U 348/14). Der Mann bekam keine Rente.

23.06.2016
  • Mehr zum Thema

    Versichert bei Sport und Hobby Diese Policen schützen vor finanziellen Schäden

    - Ein Hobby hat jeder. Doch während stri­cken auf der Couch eher ungefähr­lich ist, passiert bei Basketball oder Spring­reiten schnell mal etwas. Versicherungen federn die...

    Arbeits­unfall In diesen Fällen zahlt die Berufs­genossenschaft

    - Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall trägt die gesetzliche Unfall­versicherung die Kosten von Behand­lung, Reha oder Unfall­rente. Der Schutz im Home­office ist jetzt...

    Bei der Arbeit infiziert Wann gilt Corona als Berufs­krankheit?

    - Stecken sich Angestellte im Beruf mit dem Coronavirus an, kann das als Berufs­krankheit oder Arbeits­unfall gelten. Doch je nach Tätig­keit sind die Hürden hoch.