Wer Hand­werker zu Hause hat und kurz mithilft, muss aufpassen. Falls etwas passiert, zahlt die gesetzliche Unfall­versicherung nicht. Eine Frau hatte neue Dielenbretter für die Terrasse bestellt und beim Ausladen geholfen. Ein Stapel fiel ihr auf den Fuß. Sie musste im Kranken­haus behandelt werden, wo sie vier Wochen später an einer Lungen­embolie starb. Der Witwer beantragte bei der Berufs­genossenschaft Hinterbliebenenrente. Zunächst gab ihm das Sozialge­richt recht. Seine Frau sei als sogenannte Wie-Beschäftigte der Firma tätig geworden. Doch die Berufs­genossenschaft ging in Berufung und gewann. Wer als Auftrag­geber mithilft, handelt vorwiegend in eigenem Interesse, urteilte das Bayerisches Landes­sozialge­richt (Az. L 2 U 348/14). Der Mann bekam keine Rente.

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