Handwerker Meldung

Ein neu verlegtes Parkett oder auch nur einfache Renovierungsarbeiten sind meist nicht preiswert. Wer sparen möchte, kann seinen Auftrag in speziellen Internetportalen versteigern. So können Verbraucher je nach Auftrag bis zu einigen hundert Euro sparen. Und niemand muss die Katze im Sack kaufen: Alle Internetplattformen verfügen über ein Bewertungssystem, in dem sich Auftraggeber und Handwerker beurteilen können. Hat ein Handwerker nur negative Urteile erhalten, können Auftraggeber ihn auch ablehnen und anderen den Zuschlag geben. Finanztest sagt, bei welchen Internetplattformen Verbraucher ihre Aufträge versteigern können und welche regeln dabei gelten.

Oft kein Gegenangebot

Wenn die Wohnung neu gestrichen oder die Terrasse überdacht werden soll, läuft das in deutschen Haushalten häufig so ab: Der Nachbar, der Schwager oder der Kollege empfiehlt einen zuverlässigen Handwerker. Der macht – wenn überhaupt – einen Kostenvoranschlag und schon hat er den Auftrag. Ein Gegenangebot wird meist nicht eingeholt, vor allem nicht bei kleineren Aufträgen.

Viel sparen

Eine Alternative sind Handwerkerauktionen im Internet. Hier beschreibt der Auftraggeber, welche Arbeiten erledigt werden sollen und was er dafür maximal bezahlen möchte. Handwerker, die an dem Auftrag interessiert sind, unterbieten daraufhin diesen Preis. Stefanie Wollschläger aus Berlin hat auf diesem Weg mehr als 50 Prozent gespart. Sie hatte vom Schreiner um die Ecke für zwei maßgefertigte Holztüren einen Kostenvoranschlag über 500 Euro bekommen. „Das war mir einfach zu teuer. Deshalb ­habe ich den Auftrag bei my-hammer.de eingegeben und einen maximalen Preis von 350 Euro genannt. Bezahlt habe ich schließlich 200 ­Euro.“

Bewertung ansehen

Dank der wachsenden Nachfrage gibt es bereits eine ganze Reihe von Auktionsplattformen im Internet mit etwas unterschiedlichen Regeln und Kosten. Alle haben ein Bewertungssystem, in dem sich Auftraggeber und Auftragnehmer gegenseitig beurteilen können. „Ich hatte ein Gebot für 190 Euro“, sagt Stefanie Wollschläger. „Aber der Bieter hatte auch negative Bewertungen. Da habe ich lieber 10 Euro mehr gezahlt und jemanden beauftragt, mit dem bisher alle hundertprozentig zufrieden waren.“

„Unser Rat“: Das sollten Sie bei den Versteigerungen beachten.
Kompakt: Handwerker-Auktionsportale im Internet

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