Hand­werker Meldung

Hand­werk­erleistungen im Haushalt können Steuerzah­lern pro Jahr bis 1 200 Euro Steuererstattung bringen. Das gilt auch für Erd-, Pflanz- und andere Arbeiten, die ein Gartenbau­betrieb im Garten eines selbst­genutzten Hauses ausführt, entschied der Bundes­finanzhof (Az. VI R 61/10). Das Finanz­amt hatte die Steuerermäßigung mit der Begründung verweigert, es handle sich drei Jahre nach dem Einzug nicht um förderfähige Reno­vierungs-, Modernisierungs- oder Erhaltungs­arbeiten. Es sei etwas Neues entstanden und das sei grund­sätzlich nicht begüns­tigt. Die Richter des Bundes­finanzhofs sahen das weniger eng: Ob der Garten nach dem Einzug neu angelegt oder umge­staltet wird, ist für die Steuerermäßigung ohne Belang. Es geht um förderfähige Leistungen in einem vorhandenen Haushalt, zu dem zweifels­frei auch der Garten gehört. Grund­sätzlich gilt: Hand­werk­erleistungen bis zu 6 000 Euro erkennt das Finanz­amt zu 20 Prozent an, also höchs­tens 1 200 Euro. Material­kosten sind hier­von ausgenommen und müssen in der Rechnung getrennt aufgeführt werden.

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